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NRW.Bank spendet für Interkulturelle Demenzbegleiter

2018 werden wieder Interkulturelle Demenzbegleiter qualifiziert

©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Große Freude im Herner Rathaus: Am Donnerstag, 22. Dezember 2017, überreichte Gabriela Pantring, Vorstandsmitglied der NRW.Bank, den Akteuren der Lokalen Allianz für Demenz einen Scheck über 5000 Euro. Mit diesem Geld können im Jahr 2018 weitere Menschen zu Interkulturellen Demenzbegleitern ausgebildet werden.

„Es ist sehr wichtig, dass die Begleiter mit den Patienten in der Muttersprache der Betroffenen reden können“, erklärte Sozialdezernent Johannes Chudziak bei der Scheckübergabe. Denn viele Demenzerkrankte würden im Verlauf der Krankheit wieder in ihre Muttersprache zurückfallen. Etwa 30 Demenzbegleiterinnen und Demenzbegleiter wurden bereits vom Bildungswerk e.V. ausgebildet. Einige von ihnen haben bei der St. Elisabeth-Gruppe auch Anstellungen gefunden, wie Dr. Sabine Edlinger aus der Geschäftsführung der St. Elisabeth-Gruppe erläuterte. Sie könne sich aber durchaus vorstellen, dass noch mehr Interkulturelle Demenzbegleiterinnen und Begleiter eingestellt werden.

  • Gabriela Pantring von der NRW.Bank brachte einen Scheck über 5000 Euro mit. ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Ansgar Montag, Geschäftsführer der Caritas Herne, wies darauf hin, wie wichtig die Begleiterinnen und Begleiter auch für Angehörige seien, die mit einer enormen Belastung leben würden.

Gabriela Pantring von der NRW.Bank unterstütze das Projekt gerne: „Menschen, die an Demenz erkrankt sind, haben es schwer am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ihren Alltag zu bewältigen“, sagt sie. „Haben sie noch dazu eine sprachliche Barriere, sind sie gleich doppelt gehandicapt. Umso wichtiger ist es, hier eine Unterstützung zu bieten.“ Aus Sicht der NRW.BANK sei dieses Projekt insofern in mehrfacher Hinsicht förderwürdig, so Pantring weiter.

15 bis 20 Demenzbegleiterinnen und Demenzbegleiter können so im Jahr 2018 geschult werden. Wer Interesse hat, kann sich bei Claudia Mai vom Kommunalen Integrationszentrum, Tel. 02325 / 65 89 – 313, melden. Voraussetzung sei nur, dass Deutsch nicht die Muttersprache ist, aber trotzdem so gut beherrscht wird, sodass man dem Seminar folgen kann.

„Die Ausbildung beinhaltet 60 Unterrichtsstunden, zehn Tage Praktikum sowie die Teilnahme an einer Angehörigenschulung“, erklärt Silke Mattelé vom Bildungswerk e.V., die den Großteil der Ausbildung leitet. Die Schulung endet mit einem Kolloquium und einer Zertifikatsübergabe.

Eine Informationsveranstaltung gibt es am 18. Januar 2018, um 10 Uhr, im Bürger-Selbsthilfe-Zentrum.

Anja Gladisch