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Auftakt zu Sonderausstellung „Pest“

Wissenschaftliche Tagung im Archäologie-Museum

Das Bild aus dem Jahr 1656 zeigt, wie sich die Menschen mit schnabelförmigen Pestmasken gegen die Krankheit zu schützen versuchten Das Bild aus dem Jahr 1656 zeigt, wie sich die Menschen mit schnabelförmigen Pestmasken gegen die Krankheit zu schützen versuchten Grafik: Creative Common Licence

Das LWL-Museum für Archäologie in Herne plant für den Herbst 2019 eine neue Sonderausstellung zum Thema Pest. Die Ausstellung will die Geschichte der Pest in ihren globalen Auswirkungen darstellen. Zur Vorbereitung findet von Freitag (25.5.) bis Sonntag (27.5.) ein wissenschaftliches Kolloquium statt, das neue Ansätze der Forschung zum Thema Pest präsentiert.

 Von der Steinzeit über die Spätantike und vom „Schwarzen Tod“ des Mittelalters bis zum jüngsten Ausbruch auf Madagaskar: Die Pest ist eine Seuche, die die Menschheit durch alle Epochen ihrer Geschichte begleitet hat und immer noch begleitet. Rund um den Globus forderte sie Millionen von Opfern und führte dadurch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft.

Eröffnet wird die Veranstaltung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag um 12.30 Uhr von LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und dem Leiter des Museums Dr. Josef Mühlenbrock. Den ersten Vortrag hält Prof. Dr. Kay Peter Jankrift, der einen Einblick in die Geschichte der Pest gibt. Seine Präsentation bildet den Beginn einer Reihe von Vorträgen rund um das Thema der Veranstaltung. An den drei Tagen bekommen die Teilnehmerinnen einen intensiven Einblick in die historischen Ursachen und Auswirkungen der Krankheit. Beispielsweise berichtet Prof. Dr. Johannes Krause in einem Abendvortrag von der genetischen Geschichte des Pesterregers. Prof. Dr. Marion Ruisinger erläutert dem Publikum die Pestmaske, eine Maske mit einem schnabelartigen Fortsatz, die vermeintlich von den mittelalterlichen Ärzten als Schutz getragen wurde.

Zum Abschluss der Tagung am Sonntag um 13 Uhr bietet das Museum allen Teilnehmenden die Gelegenheit eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ zu bekommen. Wer nicht die Möglichkeit hat, an dem Wochenende nach Herne zu kommen, kann das Kolloquium auch von zuhause aus oder von unterwegs verfolgen. Denn die gesamten Vorträge werden direkt aus dem Museum live auf Facebook übertragen. Die Facebook-Seite des LWL-Museums für Archäologie findet sich unter: http://www.facebook.com/LWLMuseumHerne

Für den Besuch der Tagung ist eine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro und für Ermäßigungsberechtigte 15 Euro. Anmeldungen können per Mail an alexander.berner@lwl.org gerichtet werden. Auch während des Kolloquiums besteht noch die Möglichkeit sich vor Ort anzumelden.
Mehr Informationen unter:
www.lwl-landesmuseum-herne.de