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Azubis boxen sich durch

IHK und Kreishandwerkerschaft gehen zum Ausbildungsstart in die Boxbude

Sie werden sich durchboxen. ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

„Box dich durch“, unter diesem Titel haben Industrie- und Handelskammer (IHK) und Kreishandwerkerschaft neue Auszubildende auf die Cranger Kirmes eingeladen.

  • Sie werden sich durchboxen – die Azubis von IHK und Kreishandwerkerschaft. ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

„Wer sich in Herne durchboxt, der schafft es überall“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die 14 Auszubildenden, die sich am Montag, 6. August 2018, in der Boxbude „Fight Club“ auf der Cranger Kirmes versammelt hatten. „Gut, dass Sie nicht versuchen, hier das schnelle Geld zu machen, sondern das wahre Leben meistern. Eine Ausbildung ist harte Arbeit“, lobte er die neuen Azubis.

Kombination aus Ernst und Spaß

„Die Aktion ist eine gute Kombination aus Ernst und Spaß: Kirmes ist Spaß, im Leben muss man sich manchmal durchboxen. Die Kombination aus Spaß an der Arbeit und Ernst im Berufsleben beizubehalten, ist wichtig“, fand auch Eric Weik, Geschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Für die jungen Menschen war die Aktion eine Möglichkeit, einander kennen zu lernen und erste Kontakte zu knüpfen zu Leuten, die ebenfalls in diesem Jahr in die Ausbildung starten. Die 20-jährige Julia Hainbuch zum Beispiel: „Ich habe in meiner Schulzeit selbst geboxt. Und auch in der Schule musste ich mich durchboxen, um meinen Abschluss zu machen. Heute möchte ich Anschluss finden, andere Azubis kennen lernen.“ Zwar macht sie in Herne ihre Ausbildung zur Mediengestalterin, wohnt aber in Bochum und zur Berufsschule muss sie nach Gelsenkirchen fahren. Da kam der gemeinsame Kirmesbummel mit den anderen Neu-Azubis gerade recht.

Beinahe gewonnen

In den Boxring getraut hat sich dann aber doch keiner der jungen Menschen. Und das, obwohl Boxbuden-Besitzer Charly Schultz mit tausend Euro lockte, wenn jemand seine Profiboxer k.o.-schlagen würde. Schultz stammt aus einer Schausteller-Familie, wie er erzählte. Früher war er Profi-Boxer, absolvierte aber auch eine Ausbildung zum Kürschner. Als die Arbeit mit Pelzen immer weniger Perspektiven bot, beschloss er, zurück ins Schausteller-Leben zu gehen und kaufte die Boxbude.

Dr. Dudda nutzt die Gelegenheit und zog die Boxhandschuhe an. Angeleitet von Schultz machte er ein paar Schläge. „Mir war leider zu heiß, sonst hätte ich den Kampf gewonnen“, so der Oberbürgermeister augenzwinkernd.

Nina-Maria Haupt