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Beiräte diskutieren mit Claudia Middendorf über Teilhabe

Kongresszentrum St. Anna Hospital

Hoher Besuch im Kongresszentrum des St. Anna Hospitals: Genau ein Jahr nachdem Claudia Middendorf ihr Amt als Landesbehinderten- und Patientenbeauftragte übernommen hat, war sie zu Gast bei der Veranstaltung „Gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen?!“

Und kaum jemand im Saal hätte wohl gedacht, dass ihr Aufgabengebiet so umfangreich ist: Ob Patientennetzwerke, Krankenkassen oder Sozialverbände – Claudia Middendorf steht mit unzähligen Institutionen und Organisationen im Austausch, um sich für Menschen mit Behinderungen sowie Patientinnen und Patienten einzusetzen. Doch schnell wird klar, sie sucht nicht nur den Dialog mit offiziellen Stellen, sondern setzt auch auf das Gespräch mit Ehrenamtlichen, Betroffenen und Angehörigen. Und davon gibt es viele im Kongresszentrum des St. Anna Hospitals. Nicht ohne Grund sagt der Gast aus Düsseldorf: „Sie alle sind ein Teil meiner Arbeit, Sie alle sind die Experten.“ Im Publikum saßen rund 100 Interessierte insbesondere aus dem Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen, dem Seniorenbeirat und dem Selbsthilfebeirat. „Das ist eine Premiere, das hat es in dieser Form noch nicht gegeben“, schwärmt Magdalene Sonnenschein, Vorsitzende des Seniorenbeirats, über das gelungene Netzwerktreffen. Denn alle drei Beiräte hatten die Veranstaltung mit Unterstützung aus den Fachbereichen Gesundheit und Soziales gemeinsam auf die Beine gestellt.

  • Impressionen vom Besuch der Patienten – und Behindertenbeauftragten. ©Michael Paternoga/Stadt Herne

„Netzwerke sind notwendig“

Gleich zu Beginn machte auch Gastgeber Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth-Gruppe, unmissverständlich klar: „Diese Netzwerke ganz unterschiedlicher Menschen sind für eine wirksame Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben notwendig.“ Über das große Engagement in unserer Stadt freute sich Oberbürgermeister und Schirmherr Dr. Frank Dudda: „Ich bin unheimlich stolz darauf, dass wir so viele aktive Bürgerinnen und Bürger haben.“ Das Stadtoberhaupt erinnerte in diesem Zusammenhang an den Inklusionsplan, der mit breiter gesellschaftlicher Unterstützung entstanden ist. “Hier haben wir schon viel Gutes auf den Weg gebracht, wir nehmen das Thema sehr ernst.“

  • Impressionen vom Besuch der Patienten – und Behindertenbeauftragten. ©Michael Paternoga/Stadt Herne

Podiumsdiskussion zum Abschluss

Nach ihrem Vortrag nutzte Claudia Middendorf die Gelegenheit, um sich an Infoständen über die Arbeit der Beiräte zu informieren. Auf Nachfrage von Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe machte sie deutlich: „Mir ist es wichtig, zu erfahren, welche Schnittstellen gibt es zwischen den Beiräten, wer ist beteiligt, wer sind die Akteure.“ Auch bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass sie eine Frau der Praxis ist. 23 Jahre war sie zuvor selber in der Behindertenhilfe tätig. Auf dem Podium diskutierten: Ingrid Fischbach (ehemalige Staatssekretärin), Bettina Szelag (Vorsitzende des Beirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen), Magdalene Sonnenschein (Vorsitzende des Seniorenbeirats), Volker Bleck (Vorsitzender des Sozialausschusses) und Erich Leichner (Vorsitzender Selbsthilfebeirat).