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Blicke nach Fernost

Stadt Herne pflegt Kontakte zu Städten in China

Pressegespräch zum Thema China-Beziehungen: v.l.n.r. Pressesprecher Christoph Hüsken, OB Dr. Frank Dudda, Prof. Dr. Thomas Happe und Dr. Christina Marx. © Stadt Herne, Frank Dieper. Pressegespräch zum Thema China-Beziehungen: v.l.n.r. Pressesprecher Christoph Hüsken, OB Dr. Frank Dudda, Prof. Dr. Thomas Happe und Dr. Christina Marx. © Stadt Herne, Frank Dieper.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hat in einem Pressegespräch am Montag, 11. September 2017, über die verschiedenen Kontakte Hernes nach China und die dahinterstehende Zielrichtung informiert.

„Wir wollen in 2018 eine Partnerschaft mit einer chinesischen Stadt eingehen“, sagte der OB. Darüber hinaus seien Verbindungen auf anderen Ebenen mit weiteren Städten möglich. Über NRW.Invest, das ist die Wirtschaftsförderung des Landes NRW, und das Landeswirtschaftsministerium hatte Herne Interesse an Beziehungen zu China bekundet. Über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit war zudem ein Kontakt an die Stadt herangetragen worden.

  • Pressekonferenz zum Thema China-Beziehungen. © Frank Dieper, Stadt Herne

Wissenschaftliche und kulturelle Kontakte

Nicht zuletzt bestehen zudem über SolarBioProducts Ruhr – ein Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und dem IGZ Innovationszentrum der Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf dem Gebiet der Bioenergie aus Algen – wissenschaftliche Kontakte nach Fernost. Diese werden durch das Bundeministerium für Bildung Forschung in den kommenden fünf Jahren mit 650.000 Euro gefördert. In Qingdao an der Ostküste Chinas entsteht ein deutsch-chinesisches Forschungszentrum mit maßgeblicher Herner Beteiligung, wie Prof. Dr. Thomas Happe von der RUB berichten konnte.

„Von besonderen Interesse sind Städte in den Provinzen Sichuan und Jiangsu, weil NRW dort bereits gut verankert ist“, erklärte Dr. Dudda. Neben den kulturellen Kontakten spielen für Herne Felder wir E-Mobilität, Medizin, IT und Schienenverkehr eine wichtige Rolle.

Erster Draht nach Lianyungang

Über den Schienenverkehr besteht ein erster Draht nach Lianyungang in Jiangsu, dem ersten China-Kontakt Hernes. „Von dort ist das Angebot für eine Städtepartnerschaft erneuert worden“, berichtete der OB. Auch aus Yibin in der Provinz Sichuan besteht eine solche Avance. Erst in der vergangenen Woche hatte Dr. Dudda auf Vermittlung von NRW.Invest den Parteisekretär von dort in Düsseldorf getroffen. „In Abstimmung mit dem Ältestenrat gilt es dies nun zu bewerten und das weitere Vorgehen abzustimmen“, so Dr. Dudda.

Weiteres Interesse an einem fachlichen Austausch haben Benxi, eine Kohle- und Stahlstadt im Nordosten des großen Reiches, Hainan und Mianyang bekundet. Für Mianyang spielt Herne als Standort von Spitzenmedizin die tragende Rolle. Abgerundet werden die Blicke nach Fernost durch Linfen. Eine Delegation der Montanstadt war während der Cranger Kirmes zu Gast in Herne.

Christoph Hüsken