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DFB-Integrationspreis geht an die Hans-Tilkowski-Schule

Preisverleihung in Berlin

Hans Tilkwoski mit Mädchen und Jungen der Hans-Tilkowski-Schule.© Thomas Schmidt, Stadt Herne

Dieses „Auswärtsspiel“ wird Lothar Heistermann so schnell nicht vergessen: Die Hans-Tilkowski-Schule hat es tatsächlich geschafft und in Berlin den DFB-Integrationspreis verliehen bekommen.

162 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich um die begehrte Auszeichnung beworben. Im Axica Kongress- und Tagungszentrum in Berlin gab es dann für die Delegation aus Herne den großen Moment. Aus den Händen von DFB-Präsident Reinhard Grindel nahm Schulleiter Heistermann die Auszeichnung entgegen. Gewürdigt wurde damit die wertvolle Integrationsarbeit, die die Schule insbesondere mit dem Fußballsport leistet.

Auf der Homepage des DFB heißt es über die Hans-Tilkowski-Schule: Die Herner Hauptschule nutzt ihren offenen Ganztag, um Flüchtlingskinder ohne Deutschkenntnisse durch Sport zu integrieren. In drei Fußball-AGs spielen Seiteneinsteiger und Regelklassenschüler in den Pausen und nachmittags gemeinsam. Die AGs werden zum Teil von speziell ausgebildeten Schülern geleitet, die auch als Schiedsrichter agieren. Bei Turnieren und in der Schulmannschaft zeigen die Kids, was in ihnen steckt. Außerdem beteiligt sich die Hans- Tilkowski-Schule an der Torwartinitiative „In save hands“. Das vom VfL Bochum unterstützte Projekt setzt sich für die Integration von Flüchtlingskindern ein und bildet langfristig Integrationscoaches aus.

Lob gab es von der obersten Stelle des Deutschen Fußball-Bundes: „Fußball hat die Kraft, Brücken zu bauen und junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft zu verbinden“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel während der Gala am Abend. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tagesschausprecherin Pinar Atalay. Sie begrüßte Gäste wie Oliver Bierhoff, den DFB-Integrationsbeauftragte Cacau oder Weltmeister Philipp Lahm.

Mit anderen Worten: Der Einsatz für die Integration hat sich gelohnt. Als kleines Bonbon stand zudem der Besuch des Länderspiels zwischen Deutschland und Brasilien im Olympiastadion auf dem Programm. Das der Vergleich aus Sicht der Löw-elf mit 0:1 verloren ging, war zu verschmerzen. Schließlich trat die Delegation aus Herne die Rückreise mit einem Mercedes Benz Vito im Wert von 45.000 Euro an. Vielleicht kommt der Kleinbus ja auch als Mannschaftsbus für die nächsten Trainingseinheiten zum Einsatz.

Weitere Infos unter: https://www.dfb.de