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Die klassischen drei Herner Spielorte

Extraschicht 2018

Thomas Witt und Christian Strüder (Flottmann-Hallen), Dr. Volker Eichener (Sud- und Treberhaus), Kirsten Hansonis (Ruhr Tourismus),. Michael Lagers (Archäologie-Museum) und Bärbel König-Bargel (Kulturbüro) stellten das Herner Programm der Extraschicht vor. ©Horst Martens, Stadt Herne. Thomas Witt und Christian Strüder (Flottmann-Hallen), Dr. Volker Eichener (Sud- und Treberhaus), Kirsten Hansonis (Ruhr Tourismus),. Michael Lagers (Archäologie-Museum) und Bärbel König-Bargel (Kulturbüro) stellten das Herner Programm der Extraschicht vor. ©Horst Martens, Stadt Herne.

Die drei fast schon traditionellen Herner Schauplätze sind auch bei der Extraschicht 2018 am 30. Juni mit dabei: die städtischen Flottmann-Hallen, das Archäologie-Museum und das Sud- und Treberhaus. Sie zeichnen sich aus durch spannende neue Angebote aus Theater, Musik und Kunst oder setzen auf bewährte Erfolgsrezepte.

Das Extraschicht-Gesamtprogramm für das Ruhrgebiet wartet mit Superlativen auf: „Die Besucher können aus 500 Events, bei denen 2.000 Künstlern mitwirken, auswählen“, sagt Kirsten Hansonis von der organisierenden Ruhrtourismus GmbH. Für die drei Herner Spielorte gilt: „Die Standorte sind regenfest!“

Das Prinzip der Extraschicht: Ein Ticket (17 Euro im Vorverkauf, 20 Euro an der Abendkasse) gilt für alles: freier Eintritt zu allen 50 Spielorten, kostenlose Nutzung der Shuttlebusse, freie Fahrt im gesamten Nahverkehrsrecht des VRR und der VRL vom 30. Juni bis 7 Uhr am 1. Juli. Tickets gibt es unter anderem an allen Spielorten (in den Flottis nur an der Abendkasse), im WAZ-Leserladen, bei Stadtmarketing und unter www.extraschicht.de/ticket.

Flottmann-Hallen: Rudelsingen und Kopfhörerparty

Die Flottman-Hallen zum Beispiel haben sich wieder für „Rudelsingen“ und „Kopfhörerparty“ entschieden – zwei Formate, die erst durch Publikumsbeteiligung entstehen. Im ersten Format geht es darum, bekannte Lieder unter Anleitung mitzusingen (bei gutem Wetter Open air), im zweiten setzen die Besucher sich Kopfhörer auf und tanzen alle nach der gleichen Musik, die von unbeteiligten Menschen nicht gehört wird und dem Ganzen eine bizarre Note verleiht. 3.000 Besucher waren im vorigen Jahre davon begeistert, weshalb sich Flottmann-Hallen-Chef Christian Strüder auch dieses Jahr für das „klassische Basisprogramm“ entschieden hat. Wobei auch neue Programmteile dazu gehören wie der Auftritt des 30-köpfigen Chores „Voices of the Rocks“, der in schrillem Outfit bekannte Cover-Songs schmettert und dazu witzige Choreographien performt. Parallel spielt das Theater Kohlenpott Szenen aus „Patricks Trick“, wobei der Schwerpunkt auf Gesangs- und Tanzpassagen liegt. Zusätzlich gibt es Führungen durch die Ausstellung von David Nash’s „Kunst und Kohle“ und Aikido-Vorführungen des KSV Herne.

Archäologie-Museum: Theater der Zukunft

Einen „Blumenstrauß an Programmpunkten“ hält das Archäologie-Museum für die Besucher bereit, so Michael Lagers. Die Haupt-Attraktionen orientieren sich um die Sonderausstellung „Irrungen und Fälschungen“ über Archäologie-Irrtümer.  So spielt die Theatergruppe NotaBene – zusammen mit den Zuschauern – „Die spektakuläre Entdeckung des Howard Carson“, ein Stück, das im Jahr 4022 angesiedelt ist. Die Archäologen entdecken die Rest eines Hotels aus der Jetzt-Zeit und gelangen zu abenteuerlichen Interpretationen. Teil des familienfreundlichen Konzeptes sind Begegnungen mit Einhörnern und „Selbstversuche“ in der Fälscherwerkstatt mit einem professionellen Kalligraphen.

Sud- und Treberhaus: Surreales Brauerei-Erlebnis

„Ein surreales Brauerei-Erlebnis“ verspricht Dr. Volker Eichener und meint damit den Erlebnishorizont im und rund ums Sud- und Treberhaus. An der Bushaltestelle empfängt Spielmann Michael die Besucher mit ACDC-Klängen aus der mittelalterlichen Laute. Eine zauberhafte Atmosphäre breitet sich aus: Farben und Formen zu sphärischen Klängen, projiziert auf 100 Jahre Sudkessel, dazu Spezialbiere von Craftbeer-Brauereien aus dem Ruhrgebiet (auch Herne ist biermäßig vertreten mit „Hanno gegen die Massenbierhaltung“). Sechs Bands sorgen für Nonstop-Musik auf dem Vorplatz, unter ihnen eine Big Band, die Jazz-Klassiker spielt. Auch die beliebten Stadtteil- und Kirchenführen gehören genauso wieder dazu wie Vorträge zur Brauereigeschichte.

www.extraschicht.de

Horst Martens