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„Die Qualität wird immer besser“

Jahresausstellung des Herner Künstlerbundes 2017

Mit einer in Motiven und Techniken vielfältigen Jahresausstellung wartet der Herner Künstlerbund (HKB) auf. Bereits im 9. Jahr stellt der HKB im Herner Rathaus auf zwei Ebenen aus. Die Vernissage eröffnet Kulturausschussvorsitzende Bettina Szelag am Freitag, 24. November, um 17 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen.

  • Arbeit von Edelgard Sprengel. Hängung des Herner Künstlerbunds. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

28 Künstler stellen 70 Werke aus – genauso wie beispielsweise 2014. „Wir kennen das Rathaus mittlerweile sehr gut. Deshalb läuft die Jurierung innerhalb einer sehr kurzen Zeit ab. In eineinhalb Stunden waren wir mit der Hängung fertig“, sagt HKB-Pressesprecherin Edelgard Sprengel. Alles ist dabei: Acryl, Mischtechniken, Öl, Fotodruck, Bleistift auf Karton, Draht und Pappe, Kohle und Pastellkreide auf Papier, Digital-Art, Pastell oder Graphit. Die Lust am Experimentieren ist deutlich vorhanden wie bei den Arbeiten von Rolf Pötter, der einen Materialmix auf Hartfaser anbringt und dadurch eine interessante Dreidimensionalität erzeugt. Seine Motive: „Radfahrer Karl“ oder „Mädchen mit Kugel“. Exotisch reduziert wirken die Arbeiten von Monika Wohling mit ihrer Draht-Pappe-Konstruktion „Alles Anfang und kein Ende“.

Eine neue Künstlerin

27 Künstler waren auch schon voriges Jahr dabei – einzige Neue ist Doris Brück, deren Arbeiten „Cornwall 1“ und „Cornwall 2“ sowie „Cinto 5“ erstaunlich abstrakt sind. „Ungegenständlich“ nennt Brück ihre Malerei. „Mir schwebte eine bestimmte Farbigkeit vor, die ich hier zur Geltung bringen wollte“, sagt sie. Vor zwei Jahren ist Doris Brück, die Kunst und Erziehungswissenschaften studierte, nach Herne gezogen. Nach einer Ausstellung in der Haranni-Clinic wurde der HKB auf sie aufmerksam. „Ich bin eingeladen worden, meine Arbeiten hier zu zeigen“, sagt sie.

Boy in Love

Brücks Werke sind im rechten Flügel des Erdgeschosses zu sehen, neben Helmut Kottkamps Acrylarbeiten „Die Vögel“ und „Die gewonnene Zeit“ mit einer Reminiszenz an Hollywoodgrößen. Auf dem linken Flügel finden sich hervorragende Landschafts- und Naturaufnahmen wie der Blick auf den Rhein-Herne-Kanal von Heidrun Mottyl oder oder Reiner Glebsattels „Sommergarten“. Im Nischenfoyer der 1. Etage formieren sich fotografische Aufnahmen und Porträts, bei denen eine Serie von Corinna-Isabell Bach herausstich, die „Boy in Love“ heißt.

Um weitere Beispiele zu nennen: Mit Sitzgelegenheiten hat sich Cara Lila Bauer befasst („sitzt nicht“, „quer sitzen“), von Eva Stotz gibt es eine beeindruckende „Passion“ zu sehen. „Die Qualität ist mit den Jahren immer besser geworden“, glaubt Sprengel. „Die Künstler kennen die Räume und arbeiten speziell dafür. Wir sind sehr zufrieden.“

Horst Martens

www.hernerkuenstlerbund.de