Newsticker

Drei Stützpunktvereine für „Integration durch Sport“ in Herne

Sportfreunde Wanne-Eickel 04/12, Baukauer Turnclub 1879 und SG Friedrich der Große

Integration durch Sport. © Andrea Bowinkelmann Integration durch Sport. © Andrea Bowinkelmann

In Herne gibt es ab August drei offiziell anerkannte Stützpunktvereine „Integration durch Sport“: die „Sportfreunde Wanne-Eickel 04/12 e.V., der Baukauer Turnclub 1879 e.V. Herne und die SG Friedrich der Große.

Die Sportgemeinschaft Friedrich der Große ist schon seit 2003 Stützpunktverein und hat nun das Bundessiegel neu verliehen bekommen. Seit 2003 wurde der Verein fünf Jahre finanziell gefördert und hat mit dieser Förderung unter anderem seine Schwimmabteilung mit unterschiedlichen Gruppen für muslimische Mitbürger aufgebaut. In diesem Jahr wird der Verein eine neue Kindergruppe eröffnen und sein Hauptaugenmerk auf die Integration von Jungen und Mädchen ab sechs Jahren mit Migrationshintergrund in den Vereinssport legen.

Für die beiden anderen neuen Vereine ist mit der Ernennung eine fünfjährige Förderung verbunden, die als Anschubfinanzierung für eine nachhaltige Integrationsarbeit dienen soll. Beide Vereine haben sich mit individuellen Konzepten auf den Aufruf des Stadtsportbundes von April gemeldet.

Der Baukauer Turnclub wird nach den Ferien eine neue Ballsportgruppe für Erwachsene anbieten, die von einem deutsch/syrischen Übungsleiter-Team geleitet und betreut wird. Der Verein bildet hierfür einen jungen Syrer zum Übungsleiter aus. Des Weiteren erstellt der Vereine gerade einen Info-Flyer in verschiedenen Sprachen, um Menschen mit Migrationshintergrund stärker anzusprechen und sie zum Sport in ihrem Verein zu animieren.

Die Sportfreunde Wanne-Eickel haben eine Auffangmannschaft gegründet, um keinen sportinteressierten Menschen abweisen zu müssen. Viele Geflüchtete haben hier eine erste sportliche Anlaufstelle gefunden. In Zukunft wollen sich die Sportfreunde verstärkt dem Thema „Mädchenfußball“ widmen. Hier sollen auch geflüchtete Mädchen angesprochen werden.

Die Arbeit der Vereine ist vielseitig und setzt auf verschiedenen Ebenen an. Möglich ist dies durch das Bundesprogramm Integration durch Sport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Das Programm „Integration durch Sport“ wirkt darauf hin, Menschen mit Migrationshintergrund zum Sport und zu ehrenamtlichem Engagement im Verein zu animieren. Das Programm wird seit dem 01.12. 2016 vom Stadt Sportbund Herne umgesetzt.

Weitere Vereine können dazu kommen

„Viele Herner Vereine leisten diese Arbeit schon jetzt hervorragend im Verborgenen und ganz selbstverständlich“, sagt Petra Herrmann-Kopp, die für das Programm „Integration durch Sport“ in Herne zuständig ist. „Ich hoffe, dass in den nächsten Jahren sukzessive weitere Vereine dazu kommen, die sich intensiver dem Thema widmen wollen und auch den bürokratischen Aufwand mit Konzepten, Kostenplänen und Verwendungsnachweisen nicht scheuen, um offizieller Stützpunktverein – und damit auch gefördert – zu werden.“ Zur weiteren Unterstützung wird am 14./15. Oktober die Fortbildung „Fit für die Vielfalt- Sport interkulturell“ in Herne veranstaltet.