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Ein Preis für die besten Nachwuchs-Tüftler

MINT-Wettbewerb

Yusuf, Alphan, Mina und Vanathy haben verschiedene Elektromagnete gebastelt. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Nachwuchs-Tüftler von vier Herner Schulen haben beim MINT-Wettbewerb des Vereins „Lernen in Herne“ und des „zdi – Zukunft durch Innovation NRW“ ihr Können gezeigt. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Zehn- und Elfjährigen hatten die Aufgabe bekommen, mit Hilfe einer 1,5-Volt-Batterie einen Elektromagneten zu basteln. Welche Materialien sie sonst verwendeten, war den Kindern selbst überlassen. Ziel des Wettbewerbs „Experiment Magnet“ war, einen Magneten zu entwickeln, der ein möglichst schweres Metallstück heben kann. Bei der Preisverleihung am Donnerstag, 8. Juni 2017, in der Akademie Mont-Cenis präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse.

  • Wie viele Büroklammern kann ein selbst gebastelter Elektromagnet heben? ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ließ sich zuerst die Experimente erklären und stellte für den Test der Magnete sogar seinen Rathaus-Schlüssel zur Verfügung. Dann durfte er selbst ausprobieren, wie viele Büroklammern, Schrauben und sogar Schraubenschlüssel die Basteleien der Kinder heben konnten. Eine ganze Hand voll Büroklammern schaffte zum Beispiel der Magnet der Klasse 4 b von der Grundschule Berliner Platz. Während der Oberbürgermeister die Büroklammern anhob, stellte Devrim den Strom an – und wieder ab, woraufhin ein Regen von Büroklammern auf den Tisch prasselte. Auch bei den Kindern aus der 4b der Europa-Schule Königstraße schaffte der Magnet einen Haufen Büroklammern, während die drei Mädchen und ein Junge dem Oberbürgermeister und der Schuldezernentin Gudrun Thierhoff das physikalische Prinzip erläuterten, das sie im Sachunterricht kennen gelernt hatten.

Klammern, Nägel, Schraubenschlüssel

Die einzigen Teilnehmer, die schon Physik-Unterricht hatten, waren die Kinder aus der Klasse 5 c der Realschule Strünkede. Sie probierten sich an Nägeln und Schrauben aus und schließlich auch am Schlüsselbund des Oberbürgermeisters. „Wer so anfängt, kann auch noch weitere Dinge bauen“, war sich der erste Bürger der Stadt sicher. Schließlich ließ er sich auch das Experiment der Klassen 5 a und 5 b des Otto-Hahn-Gymnasiums zeigen: Einen U-förmigen Metallstab mit 200 Wicklungen eines Drahtes. Dieser bewegte sogar zwei Schraubenschlüssel in die Luft.

Dr. Dudda zeigte sich beeindruckt: „Das hat mich überrascht: Ihr hattet ganz wenig Material und habt daraus einen starken Magneten gebaut. Daran sehe ich, wenn man Spaß an einer Sache hat, entwickelt man ganz viel Forschergeist.“ Damit der weiter trainiert werden kann, gab es für alle Klassen einen Technik-Baukasten als Preis.

Nina-Maria Haupt