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Es geht bergauf in Herne

Arbeitslosigkeit weiter gesunken

© Thomas Schmidt, Stadt Herne

Das Jahr auf dem Herner Arbeitsmarkt ist gut verlaufen. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Arbeitsagenturleiterin Dr. Regine Schmalhorst haben am Freitag, 4. Januar 2019, im Herner Rathaus Bilanz gezogen. Zum Jahresabschluss, im Dezember 2018, lag die Arbeitslosenquote bei 10,5 Prozent und ist damit konstant im Vergleich zum Vormonat, aber um 0,8 Prozentpunkte besser als im vorherigen Jahr.

„Herne zieht eine positive Bilanz. Die Beschäftigung steigt – die Arbeitslosigkeit ist gesunken, das sogar überproportional im Vergleich zu anderen Ruhrgebietsstädten. Das ist eine besonders gute Nachricht zu Jahresbeginn für unsere Stadt und zeigt uns, dass wir mit dem Bündnis für Arbeit auf dem richtigen Weg sind. Es ist zugleich Motivation, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen“, lautet das Fazit des Oberbürgermeisters.

Die gute Entwicklung belegen die Jahresabschlusszahlen: Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit ist mit 8.519 erneut deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr (minus 816 Personen oder 8,7 Prozent). Insgesamt 45.382 Personen gingen 2018 in Herne einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Mit Blick auf die letzten drei Jahre ist das ein Anstieg um rund fünf Prozent. Die Arbeitslosenquote erreicht 2018 im Jahresdurchschnitt einen Wert von 10,9 Prozent und ist damit so niedrig wie nie zuvor.

  • Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 10,5 Prozent und ist damit 0,8 Prozentpunkte niedriger als im vergangenem Jahr zu dieser Zeit. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Auch Arbeitsmarktexpertin Dr. Schmalhorst freut sich, dass die Bilanz zum Herner Arbeitsmarktjahr 2018 so gut ausfällt: „Die Entwicklung auf dem Herner Arbeitsmarkt 2018 ist sehr gut verlaufen. Die anhaltend gute Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und der Beschäftigungszuwachs zeigen: Gut ausgebildete Fachkräfte werden gesucht. Dass die Nachfrage im Gesundheitswesen besonders hoch ist, ist nicht neu und überall im Land zu spüren. Neu ist der schnelle Wandel der Berufsbilder, den die Digitalisierung mit sich bringt“, dabei verweist sie auf die Substituierbarkeit einzelner Berufszweige oder Tätigkeiten und fährt fort: „Vielen Menschen bereitet das Sorge. Aber auch die Digitalisierung ist eine Frage der Qualifizierung. Ein Grund mehr für uns, unser Aus- und Weiterbildungsangebot im neuen Jahr weiterzuverfolgen. Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden immer wichtiger, deshalb ist das ein richtiger Schritt. Grundsätzlich ist Weiterbildung und Qualifizierung aber auch Aufgabe der Arbeitgeber. Sie wissen, welche Bedarfe sie künftig haben. Wir sehen uns als Dienstleister, Lotsen und Berater. Wichtig bleibt, dass alle Personengruppen von einem Beschäftigungszuwachs profitieren können.“

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist seit jeher trotz aller positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt in Herne immer noch hoch. Schmalhorst sieht daher zukünftig ganz neue Chancen im Sozialen Arbeitsmarkt und freut sich über das neue Regelinstrument: „Jetzt haben wir endlich ein Instrument zur Hand, mit dem wir Menschen, die lange nicht auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten, in echte Beschäftigung bringen können.“ Bei der Integration geflüchteter Menschen sei nach wie vor sowohl das Erlernen der Sprache als auch eines Berufes wichtig, so Schmalhorst.