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EVK eröffnet Erweiterung des Thoraxzentrums

3,25-Millionen-Euro-Investition mit 16 neuen Betten

Der leuchtend weiße neue Anbau am Evangelischen Krankenhaus. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne. Der leuchtend weiße neue Anbau am Evangelischen Krankenhaus. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne.

In seiner leuchtend weißen Außenhaut hebt sich der Anbau des Evangelischen Krankenhauses (EVK) am Standort Eickel deutlich vom Rest des Gebäudes ab. Auf diese Weise erfahren auch Passanten, dass das EVK mit seinem Mix aus vielen Baustilen noch größer geworden ist.

Steigende Patientenzahlen im Thoraxzentrum machten den Umbau erforderlich. Rund 3,25 Millionen Euro kostete das dreigeschossige Gebäude mit einer Fläche von 994 Quadratmetern. Vom stationären Bereich mit 16 Betten profitieren Patienten mit Bronchial-, Lungen- und Atemwegserkrankungen sowie die Patienten der neuen, vier Betten umfassenden Palliativeinheit. Durch die Einrichtung von Zwei-Bett-Zimmern wurde der Patientenkomfort erhöht.

  • Erweiterung EVK Eickel. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Terrasse erhöht Aufenthaltsqualität

Von einem „erhebenden Moment, diese Investition tätigen zu können“ sprach Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter bei der Eröffnung des neuen Traktes. Für die Eröffnungsszene waren die Gäste, die Ärzte und das Personal der Abteilung auf die 63 qm große Terrasse im 2. Obergeschoss geladen worden, wo sie unter blauem Himmel und warmen Temperaturen der Rede lauschten. Gedacht ist die Terrasse in Zukunft vor allem für die Patienten, die nicht mobil genug sind, um nach draußen zu gelangen. „Mit dem Erweiterungsbau haben wir einen weiteren Schritt vollzogen, um unseren Patienten auch in Zukunft nicht nur eine kompetente medizinische Versorgung, sondern auch eine angenehme Umgebung bieten zu können“, sagte Bitter. In Erd- und Zwischengeschoss zog die Orthopädische Gemeinschaftspraxis Lindner und Schmidt ein.

Gelände bei Zwangsversteigerung erworben

Erst 2014 hat das Krankenhaus das Gelände erwerben können. Eher durch Zufall erfuhr das EVK von der Insolvenz des Bestattungsinstitutes auf dem benachbarten Grundstück und schlug dann bei der Zwangsversteigerung zu. Von einer „schwierigen Gründung“ sprach Bitter: 32 Bohrpfähle mussten gesetzt werden, so sehr war der Untergrund durch den Bergbau beeinträchtigt.  Neben der Erhöhung der Bettenkapazität ergab sich auch die Möglichkeit, den 2. Rettungsweg zu erweitern, eine Maßnahme, die schon länger von der Feuerwehr angemahnt worden war. Das Thoraxzentrum ist mit 8.000 Patienten das drittgrößte in Deutschland.

Horst Martens