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Experten für das Miteinander der Kulturen

Interkulturelle Kompetenz in Kitas

Die erfolgreichen Absolventinnen mit Bürgermeister Erich Leichner und Dezernentin Gudrun Thierhoff ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Wie können Kinder aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam spielen und lernen? Welche Vorstellungen von Erziehung haben Eltern aus verschiedenen Ländern? Für diese und viele weitere Themen rund um Interkulturelle Kompetenz sind 14 sozialpädagogische Fachkräfte aus Bochumer, Castrop-Rauxeler und Herner Kitas nun Experten. Sie haben einen einjährigen Kurs besucht und bekamen am Freitag, 13. Juli 2018, ihre Zertifikate von Dezernentin Gudrun Thierhoff überreicht.

  • Eltern und Kinder aus allen Nationen sollen sich in den Kitas willkommen fühlen. ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Gutes Miteinander ist das Ziel

Die Kursteilnehmer arbeiten bei städtischen oder evangelischen Kitas oder in Einrichtungen der AWO. Seit 2010 bietet das Kommunale Integrationszentrum (KI) diese Kurse an und hat insgesamt schon 60 Fachkräfte verschiedener Träger weitergebildet. Das Ziel dabei ist, dass die Mitarbeiter von Kitas und Familienzentren in der Lage sind, den Alltag mit Menschen unterschiedlicher Kulturen zu gestalten. Dabei stehen nicht die Konflikte im Mittelpunkt, sondern die gegenseitige Akzeptanz und das Lernen voneinander. Gerade dadurch soll Integration gefördert werden.

127 Nationen in einer Stadtgesellschaft

„Herne ist mittlerweile eine bunte Stadtgesellschaft mit Menschen aus 127 Nationen. Das bereichert unser kulturelles Leben, macht aber eine Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden notwendig“, erklärte Bürgermeister Erich Leichner die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz. Auch Dezernentin Gudrun Thierhoff unterstrich die Leistung der Teilnehmerinnen: „Ich freue mich, dass so viele Mitarbeiterinnen es auf sich nehmen, neben der alltäglichen Arbeit diese anspruchsvolle Weiterbildung zu absolvieren.“ Organisiert wurde die Weiterbildung von Radojka Mühlenkamp und Claudia Mai vom Kommunalen Integrationszentrum.

Eigene interkulturelle Projekte

An elf Weiterbildungstagen hatten die Erzieherinnen acht verschiedene Themenfelder bearbeitet – angeleitet von Trainern, die selbst aus unterschiedlichen Kulturen kommen.

Zum Abschluss ihrer Fortbildung haben die Kursteilnehmer eigene Projekte umgesetzt, zum Beispiel mehrsprachige Lese- und Erzählprojekte, Spielenachmittage mit Familien aus unterschiedlichen Ländern oder Ideen für die Arbeit der ganzen Kita. Damit sollen Kinder aller Kulturen in Herne die bestmöglichen Bildungs-Chancen bekommen.

Nina-Maria Haupt