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Fakt AG möchte Hochhäuser im Shamrock-Park bauen

Pläne für das ehemalige RAG-Gelände an der Brunnenstraße

©Philipp Stark, Stadt Herne ©Philipp Stark, Stadt Herne

Die Fakt AG hat ihre Pläne für das ehemalige RAG-Gelände an der Brunnenstraße konkretisiert. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 12. Dezember 2018, sprach der Vorstandsvorsitzende der Fakt AG Professor Hubert Schulte-Kemper davon, zwei Hochhäuser errichten zu wollen. Derzeit arbeiten rund 350 Menschen auf dem Grundstück, schon in vier Monaten sollen es 400 sein.

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„Es hat etwas von Vorweihnachtszeit, heute gibt es Geschenke für die Stadt“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Er begrüße vor allem über das neue Denken, das die Fakt AG mitbringe, die sich eng mit der Stadtentwicklung abstimme. „Das ist Unternehmergeist, wie er seit Mulvanys Zeiten hier praktiziert wird.“ Damit spielte Dr. Dudda auf den Begründer des Bergbaus in Herne, William Thomas Mulvany, an, in dessen ehemaliger Villa die Pläne vorgestellt wurden.

Gute Zusammenarbeit von Stadt und Wirtschaft

„Eine solche gute Zusammenarbeit erlebe ich in keiner anderen Stadt“, lobte Schulte-Kemper zu Beginn. Dann zeigte er Visionen und Ziele auf, hielt sich aber mit Details zurück. Seit April 2018 ist die Fakt AG Eigentümer des ehemaligen RAG-Geländes, auf dem sich Gebäude und Grünflächen abwechseln. Auf dem Teil des Grundstücks, der der Stadtmitte am nächsten ist, möchte Schulte-Kemper eine Landmarke errichten lassen – welcher Art ist noch offen. Auf dem nördlichen Teil des Geländes, zwischen Brunnenstraße und Koksstraße, sollen 120 Wohneinheiten entstehen, eine Kita, außerdem plant ein Investor dort ein Seniorenzentrum. Den Baustart kündigte Schulte-Kemper für 2019 an. Zusätzlich soll ein Rechenzentrum für Unternehmen im Ruhrgebiet IT-Dienstleistungen dort anbieten.

Parkhäuser und Büros

Auf dem Teil südlich der Brunnenstraße, in Richtung Shamrockstraße, sollen zwei Hochhäuser errichtet werden, auf bisherigen Parkplätzen. Damit dennoch genügend Platz zum Parken bleibt, sollen zwei Parkhäuser auf dem Gelände gebaut werden, auf dem Teil, der an das Betriebsgelände der Chemie-Firma Ineos grenzt. Wie hoch die Hochhäuser werden, steht noch nicht fest. Wohl aber sollen sie zwischen 38.000 und 40.000 Quadratmeter Bürofläche bieten.  Vor allem solle das Gelände einen internationalen Charakter bekommen, etwa indem ein Gästehaus Geschäftsreisende anlocken soll. Außerdem sollen Herner Partnerstädte Büros eröffnen und die ehemalige Mulvany-Villa für internationale Delegationen offenstehen.

Energie-Konzept: Heizen mit Abwärme

Auch ein Energie-Konzept für den Shamrock-Park soll erarbeitet werden. Die Grundzüge stellte Michael Stolze, eons Vertriebsleiter Rhein-Ruhr, vor. Zum einen soll das Stromnetz auf dem Gelände gesteuert werden, um Verbrauchsspitzen abzufangen. Wenn ein Elektro-Auto zum Laden angeschlossen werde, werde an weniger wichtigen Stellen der Stromverbrauch gesenkt. Damit soll das Netz ausgeglichen bleiben. Zum anderen werde Abwärme genutzt, die beim Kühlen von Räumen entsteht. Auf diese Weise würden einige Gebäude gekühlt, während andere Gebäude mit dieser Energie heizen.

Nina-Maria Haupt