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Freie Wand für ein riesiges Gemälde gesucht

Projekt "Weltbaustelle" des Eine-Welt-Zentrums

Teil eines Wandgemälde von Daniel Pulido Ortiz. Teil eines Wandgemälde von Daniel Pulido Ortiz.

Im letzten Jahr malten die beiden Künstlerinnen Machela Liefeldt (Südafrika) und Ursula Meyer (Deutschland/Argentinien) im Rahmen der Herner Weltbaustelle ein riesiges Wandgemälde zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen in der Bielefelder Str. 176 in Holsterhausen. Eigentlich sollte auch Daniel Pulido Ortiz mit dabei sein. Leider verletzte es sich bei einem Unfall kurz vor Projektbeginn so sehr, dass es nicht anreisen konnte.

Mittlerweile ist er wieder gesund und kommt für ein Kunstprojekt in Schweden nach Europa. Das Eine Welt Zentrum Herne möchte mit ihm in diesem Jahr wieder ein größeres Wandmalprojekt („Weltbaustelle Zwei“) in der Stadt umzusetzen. Das neue Wandgemälde soll im Rahmen des Stadtumbauprojekts Herne Mitte stattfinden, daher sucht das Eine Welt Zentrum Herne eine geeignete Hauswand im Herner Stadtzentrum.

Wand mit freier Sicht auf das Gemälde gesucht

„Wir haben schon einige Angebote erhalten, leider war noch nicht das Passende dabei,“ so Weltbaustellen-Organisator Markus Heißler. „Das Gemälde soll zwischen 40 und 150 qm groß werden. Gesucht wird eine glatte, verputzte Wand ohne Bewuchs und möglichst ohne Fenster.“ Eine freie Sicht auf das Gemälde muss gewährleistet sein und sie sollte sich in einem belebten Umfeld befinden. Die Nutzung wird vertraglich geregelt. Der Eigentümer muss den Erhalt des Wandbildes für fünf Jahre gewährleisten. Die Malaktion soll im September 2018 stattfinden.

Sperriges Thema visuell vermittelt

„Bei den UN-Nachhaltigkeitszielen handelt es sich um ein eher sperriges Thema, es benötigt auffällige Botschaften, um es den Menschen nahe zu bringen. Ein riesiges Wandgemälde, das an einem öffentlichen Ort entsteht, halten wir dafür besonders geeignet,“ so Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum. Die Aktion „fällt ins Auge“ und weckt so Neugier und Interesse in der Öffentlichkeit. Die Wandmalerei wurde ausgehend vom revolutionären Mexiko eine populäre Kunstform in Lateinamerika. In der Tradition des Muralismo werden Themen aus dem Alltag der Menschen künstlerisch verarbeitet und der Bevölkerung frei zugänglich gemacht.

Daniel Pulido Ortiz arbeitet in lateinamerikanischer Tradition

Daniel Pulido Ortiz ist ein vielseitiger Künstler, der in dieser lateinamerikanischen Tradition arbeitet und schon zahlreiche Wandbilder erstellt hat. Er wurde 1956 in Bogotá in Kolumbien geboren. Seit 1984 lebt er in Nicaragua, dessen Staatsbürger er seit 1989 ist. Er ist Künstler und Autor. Seine Wandgemälde sind mittlerweile in Kolumbien, Costa Rica, Nicaragua, den USA, Italien, Holland, Schweden und auch in Deutschland zu bestaunen. Seit 33 Jahren lebt Daniel in einer indigenen Gemeinschaft in León, einer Universitätsstadt an der Pazifikküste Nicaraguas. Dort ist der vielseitige Künstler Mitbegründer der Bewegung „Volkstheater ohne Grenzen“ und arbeitet seit 2006 für die Literaturzeitschrift „Des Honoris Causa“. Vor allem liegen ihm die Werte der Nachhaltigkeit und der Menschenrechte am Herzen. Daher arbeitet er seit 1998 in dem Kulturzentrum ´Madre Tierra`(Mutter Erde). Dort bringt er Kindern und Jugendlichen diese Werte bei und unterstützt sie ihr Erlerntes und Inneres kreativ und künstlerisch auszudrücken. Darüber hinaus hat er vier Kinderbücher veröffentlicht, von denen auch einige ins Deutsche übersetzt wurden.

Interessierte Hauseigentümer können sich bei Markus Heißler, Tel. 02323-99497-15, E-Mail: mheissler@kk-ekvw.de melden.