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Hans-Tilkowski-Schule bekommt Integrationspreis

Durch den DFB ausgezeichnet

Lothar Heistermann, Sabine Wagner, Dr. Frank Dudda, Michele Di Bari, Patrycja, Hubert Haarmann, Yassin, Hans Tilkowski, Justin ©Philipp Stark, Stadt Herne

Die Herner Hans-Tilkowski-Schule hat den Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes in der Kategorie Schule gewonnen. Am Donnerstag, 19. April 2018, kamen der ehemalige Torhüter der Deutschen Nationalmannschaft, Hans Tilkowski, und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, um der Hauptschule zu gratulieren. Den Preis selbst hatte Schulleiter Lothar Heistermann in Berlin von DFB-Präsident Reinhard Grindel entgegen genommen.

Der ehemalige Fußball-Profi unterstützte die Bewerbung

„Ich freue mich ganz besonders, dass diese Schule den Preis bekommen hat, weil sie Vorbild ist. Ich fühle mich selbst hier wohl, habe ein gutes Verhältnis zu den Lehrern“, sagte Tilkowski. Er hatte die Schule bei der Bewerbung unterstützt. Als Preis bekommt die Schule einen Mercedes Vito, eine Urkunde und eine Schale. Belohnt wurde sie damit für ihren besonderen Einsatz in der Integration von zugewanderten Kindern und Jugendlichen. Unter anderem bietet die Hauptschule mehrere Fußball-Arbeitsgemeinschaften an, in denen sich die Schüler auch ohne Sprachkenntnisse verständigen können.

Vorurteile abbauen durch Sport

„Vorurteile abbauen und Gewinner schaffen, das kann nur der Sport. Durch den Preis ist das Kollegium für seine Arbeit belohnt worden und die Jugendlichen bekommen Anerkennung und Selbstwertgefühl“, so Dudda. Seit vielen Jahren arbeitet die Schule daran, zugewanderte Schüler zu integrieren und ihnen Deutsch beizubringen. Durch die Auszeichnung werde diese Anstrengung angemessen wertgeschätzt.

Hauptschüler zeigen, was sie erreichen können

„Ich wollte Erster werden. Es ging mir nicht um das Auto, sondern um den ersten Platz, dafür habe ich gekämpft“, erklärte Tilkowski. Dennoch: Für die Schule ist der Bus eine große Unterstützung. Der Mercedes Vito soll für die Schulsozialarbeit eingesetzt werden, damit die Schulsozialarbeiter zum Beispiel auch Hausbesuche machen können. Die Arbeitsgemeinschaften können den Bus einsetzen, Sportgeräte transportieren oder zu ihren Lernorten fahren. Entscheidend sei aber die Ehrung selbst, so Heistermann. Das findet auch Schülersprecherin Patrycja: „Viele haben nicht geglaubt, dass es klappt. Für uns ist der eigentliche Preis, dass unsere Hauptschule jetzt gesehen wird und man sieht, dass wir etwas erreichen können.“ „Eigentlich kann es nicht besser werden, nur wir können besser werden“, resümierte Heistermann. Jetzt gehe es darum, nicht stehen zu bleiben, sondern weiter zu machen und die nächsten Ziele zu erreichen.

Manuel Kliska und Nina-Maria Haupt