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Helfer für das Vernähen von Jutesäcken gesucht

Mit den Stoffbahnen will der Künstler Mahama Schloss Strünkede verhüllen

Der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama wird das Schloss Strünkede im Rahmen des Kunstprojekts „Kunst & Kohle“ verhüllen. Das Projektbüro sucht nun Helfer, die dem Künstler dabei unterstützen, die für die Verhüllung genutzten Jutesäcke grob zu Stoffbahnen zu vernähen.

Das Nähvorhaben für Mahamas Kunstwerk „Coal Market“ läuft bis Mitte April in Gelsenkirchen-Hassel auf der Zeche Westerholt. Alle Helferinnen und Helfer erhalten ein Kombi-Ticket für die gesamte Ausstellungslaufzeit von Kunst & Kohle, das den kostenlosen Besuch aller 17 Ausstellungen ermöglicht, den Ausstellungskatalog „Kunst & Kohle: Ibrahim Mahama. Coal Market“, der im Juli erscheinen wird und zusätzlich eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung. Interessierte schicken eine E-Mail an Thomas Hensolt (t.hensolt@ruhr-tourismus.de), der weitere Informationen zum Ablauf geben und alle Fragen rund um die Nähaktion beantworten kann.

Kohle-Kunst in 17 Museen

Wenn in diesem Jahr die letzte deutsche Steinkohle gefördert wird, endet ein Stück Industriegeschichte, die das Gesicht des Ruhrgebiets und das Selbstbewusstsein seiner Bewohner über die letzten Jahrhunderte entscheidend geprägt hat. Dies nehmen 17 RuhrKunstMuseen zum Anlass, die Kohle in den Fokus ihrer Ausstellungen zu rücken. Zwischen Duisburg und Unna präsentieren sie von Mai bis September zeitgleich Künstlerinnen und Künstler, die sich dem komplexen Thema Bergbau und Kohle in ganz unterschiedlicher Weise annähern.

Wichtig: Menschen, die an der Entstehung des Kunstwerks mitwirken

Das Emschertal-Museum in Herne hat den ghanaischen Künstler Ibrahim Mahama eingeladen, das historische Schloss Strünkede mit gebrauchten Jutesäcken zu verhüllen. Mahama hatte zuletzt bei der Biennale in Venedig und der documenta 14 in Kassel mit seinen Verhüllungen für Aufsehen gesorgt. Teil des künstlerischen Prozesses ist dabei immer die passgenaue Anfertigung von Jutebahnen, die anschließend wie eine zweite Haut über die Gebäude gelegt werden. Vor allem das gemeinsame Arbeiten und das Zusammentreffen verschiedener Menschen vor Ort, die an der Entstehung des Werkes aktiv teilnehmen, spielen bei der Kunst des Ghanaers eine wichtige Rolle.