Newsticker

Herner Künstlerbund eröffnet eigene Galerie

Eröffnung mit der Ausstellung "Das schlanke Format"

Die Künstler sind glücklich mit der neuen Galerie: Annette Ihme-Krippner, Doris und Heiner Krämer, Annegret Schrader, Edelgard Sprengel, Eva Stotz und Wilhelm Tinnemann. ©Horst Martens, Stadt Herne. Die Künstler sind glücklich mit der neuen Galerie: Annette Ihme-Krippner, Doris und Heiner Krämer, Annegret Schrader, Edelgard Sprengel, Eva Stotz und Wilhelm Tinnemann. ©Horst Martens, Stadt Herne.

Wo früher mal im Laufe der Zeit Modelleisenbahnen, Lottoscheine und Eishockey-Zubehör verkauft wurden, da hängen nun 32 Kunstwerke und warten auf Besucher. Der Herner Künstlerbund (HKB) hat ein ehemaliges, 50 qm großes Ladenlokal an der Mont-Cenis-Straße 296 angemietet und zu einer Galerie umgestaltet. Mit einer Ausstellung soll der „Kunstpunkt.“, so der Name der neuen Einrichtung, eingeweiht werden.

  • Pressekonferenz in der Galerie „Kunstpunkt.“. © Horst Martens, Stadt Herne.

„Das schlanke Format“ heißt die Ausstellung nicht zu unrecht, denn die gehängten Bilder sind 140 cm lang und „nur“ 40 cm breit. Alle 32 Werke haben die gleichen schlanken Maße, was der Ausstellung eine ästhetische Gleichmäßigkeit verleiht. Für die Gestaltung dieses Ebenmaßes haben die 25 Künstler aber ganz unterschiedliche Ansätze. Die Technikpalette reicht von „Öl auf Leinwand“ bis zur „Collage auf Tapete“. Auch ein Porträt hat Gnade vor den strengen Augen der Jury gefunden: Es zeigt die Ex-Ministerin Löhrmann in einer Fotobearbeitung auf Karton von Reiner Glebsattel mit dem Titel „Langes Gesicht“. Die HKB-Vorsitzende Annegret Schrader zeigte sich überrascht „von der großen Vielfalt“ der eingereichten Arbeiten. Die Werke sind alle verkäuflich, die Preisspanne reich von 200 bis 850 Euro.

Galerie „Kunstpunkt.“ / Mont-Cenis-Straße 296 / Eröffnung der Ausstellung „Das schlanke Format“ am Sonntag, 6. August, um 11 Uhr. Sonstige Öffnungszeiten: Mittwoch und Sonntag, 15 bis 18 Uhr.

„Sodingen ist wie nach Hause kommen“

Ansonsten ist Schrader wie ihre Kollegen „super stolz“ über die Anmietung des kleinen, aber feinen Raumes, der in der Nähe des Sodinger Bunkers liegt. An Sodingen und den Bunker hat der HKB überaus positive Erinnerungen, denn dort fand im Kulturhauptstadtjahr 2010 die sehr erfolgreiche Ausstellung „Starke Orte“ statt. Noch nie hatten die Sodinger Bürger solche lange Schlangen gebildet. „Sodingen ist wie nach Hause kommen“, sagt Annegret Schrader deshalb auch. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten eröffnet die Galerie am Sonntag, 6. August, mit der Ausstellung „Das schlanke Format“. Sie dauert bis zum 15. Oktober. Was danach folgt, wollen die Künstler noch nicht verratten, angedacht sind Ausstellungen mit zwei oder drei Künstlern, auch Einzel- und Themenausstellungen sind möglich. Darüber hinaus soll der „Kunstpunkt“ ein lockerer Treffpunkt für die Mitglieder des HKB werden. Zwei Tage in der Woche – am Mittwoch und Sonntag von 15 bis 18 Uhr – soll die Galerie geöffnet sein.

Horst Martens