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Herner Weltbürger eröffnen Kulturhauptstadt 2019 mit dem Steigerlied

Musiker von schwarz/rot Atemgold 09 vertreten in Matera das Ruhrgebiet

schwarz_rot-Atemgold-09 in der Maschinenhalle Zeche Zollern. Foto: Bernd Teichmann schwarz_rot-Atemgold-09 in der Maschinenhalle Zeche Zollern. Foto: Bernd Teichmann

Matera, die europäische Kulturhauptstadt 2019 in Italien in der Region Basilikata weit im Süden Italiens setzt zur Eröffnung auf seine reichhaltige regionale musikalische Tradition der Bandas. Unter dem Motto: „Open future“ haben die Organisatoren Blasorchester und Marching-Bands aus allen bisherigen Kulturhauptstädten eingeladen. RUHR 2010 schickt nun `schwarz/rot Atemgold 09′ für das Ruhrgebiet nach Süditalien.

Ex-Herner sind Bandgründer

„Das passt, denn s/r Atemgold 09 hat sich mit zahlreichen Auftritten und Aktionen an der RUHR2010 beteiligt“, freut sich Richard Ortmann, in Herne geboren und Leiter von schwarz/rot Atemgold 09. Gegründet wurde die Kapelle 1982 in Dortmund von zwei emigrierten Hernern: Richard Ortmann und Uta C. Schmidt. Die neue Band wollte lautstark und spaßbetont die neuen sozialen Bewegungen der 1980er Jahre – ohne Strom – gegen Atomkraft oder Häuserabriss, aber auch die sozialen Kämpfe um das Ende der Montanindustrie unterstützen. Und sie wollte dem Sound der traditionellen Blaskapellen einen internationalen urbanen Sound hinzufügen. Seitdem spielt sie auf Konzertbühnen, Straßen und Plätzen dieser Welt, von Rostov am Don bis Leeds – und dazwischen natürlich immer wieder in den Städten des Ruhrgebiets. So eröffnete schwarz/rot Atemgold 09 die Flottmannhallen und spielte auf diversen Stadtfesten in Herne.

Der Name „schwarz/rot Atemgold 09″ erinnert augenzwinkernd an die schwarz/roten Federbüsche auf dem Schachthut der Bergleute, an Hustenbonbons, an die Farben der Anarchie und an das Gründungsdatum eines nicht nur im Ruhrgebiet bekannten Fußballvereins.

Ska über den „Mond von Wanne-Eickel“

Mittlerweile bilden Musiker und Musikerinnen aus dem gesamten Ruhrgebiet den Klangkörper aus Tuba, Trompeten, Posaunen, Saxophonen, Schlagwerk und Perkussion. Aus Herne sind dabei Ralf Lambrecht, Jörg Meisner, Heinrich Huke, Richard Ortmann und Uta C. Schmidt. Der Rest kommt aus Dortmund, Schwerte, Unna, Husen-Kurl, Recklinghausen, Bochum, Essen. Heute spielt bereits die zweite Generation mit wachsender Begeisterung den atemgoldeigenen „Ruhrskaworldbrass“. Dazu gehören Skas über „Der Mond von Wanne-Eickel“ oder „Azzurro“, Funk, Latin, Sambastücke ebenso wie schunkelige Eigenkompositionen wie „Küsse am Kohlenhafen“.

Volles Programm

Los geht es nach Matera am 18. Januar 2019 früh morgens. Am Abend gibt es bereits ein Konzert zusammen mit „R. D’Ambrosio“, dem Blasorchester von Montescaglioso; ganz im Sinne des europäischen TWIN-Gedankens – „Für ein Europa voller schöner Musik!“ – „Per un‘ Europa piena di bella musica!“, freut sich s/r Atemgold 09. Am Samstag, den 19. Januar findet in Matera die offizielle Eröffnungsveranstaltung statt, mit einem Platzkonzert, einer großen Straßenparade und einem Tutti-Konzert aller beteiligten Gruppen – unter anderem mit Beethoven’s „Ode an die Freude“. „Dort spielen wir dann natürlich auch das Steigerlied – als typische Liedtradition des Ruhrgebiets, allerdings in einer Ska-Version“, verspricht Uta C. Schmidt, Gründungs-Mitglied der Kapelle aus Herne.

www.atemgold09.de

https://openfuture.matera-basilicata2019.it/en/

Instagram-Account: schwarz/rot Atemgold 09.

Matera - die Kulturhauptstadt 2019.

Matera – die Kulturhauptstadt 2019. Foto: Caspar Daniel Diederik