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Immer wieder Neues schaffen

Axel Hummert gegen Einheitslook und Architektur-Zoo

Axel Hummert vor dem Omnibusbahnhof Buschmannshof. ©Frank Dieper, Stadt Herne. Axel Hummert vor dem Omnibusbahnhof Buschmannshof. ©Frank Dieper, Stadt Herne.

Mit den beiden eleganten Omnibusbahnhöfen in Herne und Wanne-Eickel hat der Architekt Axel Hummert beeindruckende Meilensteine im Stadtbild gesetzt.

Mit diesen markanten Bauwerken ist er stilbildend für Herne geworden. Und das Besondere: Er ist selbst ein Kind dieser Stadt. Als Abiturient des Gymnasiums Eickel entschied sich der heute 47-Jährige für den Beruf, der seine vielfältigen Interessen von Sprachen über Kunst und Musik, bis hin zu den Naturwissenschaften optimal vereinte. Seine Berufs-Etappen: Studium in Dortmund und Kansas (USA), erstes Büro in Dortmund, zum Schluss der Wechsel nach Dansweiler bei Köln, wo seine Frau an der Deutschen Sporthochschule tätig war und ist. Dort lebt er heute mit seiner Familie (zwei Kinder) in seinem Doppelhaus aus Wohnung und Büro. „Die berufliche Situation könnte nicht besser sein“, sagt er zufrieden, „der Bauboom sorgt für volle Auftragsbücher.“

Standbeine: Verkehr und Gastronomie

Eines seiner Standbeine sind moderne Verkehrsprojekte. Sein neuester Großauftrag: die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes in Ulm. Der zweite Schwerpunkt: Gastronomie-Architektur. Seit den Anfängen, als Hummert für das Hotel „Zugbrücke Grenzau“ im Westerwald ein Wellness-Center verwirklichte, ist er spezialisiert auf diese Art von Architektur. Aber Hummert wagt sich durchaus auch auf neues Terrain: „Jedes Mal, wenn ich einen Anfang wage, kommt auch etwas architektonisch Neues dabei heraus“, sagt er selbstbewusst. Als er ins Einfamilienhaus-Genre einstieg, prämierte die Zeitschrift „Schöner Wohnen“ 2005 sein Werk als „Haus des Jahres“.

Gegen den Architektur-Zoo

Auch Konzepte für Siedlungen hat er entworfen. Seine Zukunftsvorstellung: „Architekten und Bauträger, die sich der Baukunst verpflichtet fühlen, entwickeln ein gemeinsames Konzept, das höchsten Ansprüchen genügt.“ Ein Horror sind für ihn Siedlungen, die entweder einheitlich-einfallslos oder durch einen chaotischen Stilmix in Form eines „Architektur-Zoos“ geprägt sind. In Herne hat er Aufbruchsstimmung festgestellt. „Ich würde mich freuen, wenn ich in meiner Heimatstadt wieder etwas Prägendes bauen könnte.“

Horst Martens