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Klimaschutz lernen mit dem König und seinem Daumen

Projekt Energiesparen macht Schule

Der König lernt von seinem Daumen, wie man die Umwelt schützt. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Gespannt schauen die Kinder der Kita „Rappelkiste“ dem König zu, wie er von seinem klugen und umweltfreundlichen Daumen lernt, was Klimaschutz ist und lernen dabei auch, was sie selbst tun können, um das Klima zu schützen. Das Puppenspiel „Kleiner Daumen – große Wirkung“, wurde dort von Adrien Megners aufgeführt, ergänzt das Projekt „Energiesparen macht Schule“ und sorgte für Begeisterung bei den Kindern.

  • Der König betrachtet seine Apfelbäume. © Thomas Schmidt, Stadt Herne

Schulen und Kitas engagieren sich

„Energiesparen macht Schule“, ein Projekt zur Förderung von Klimaschutz, wird geleitet von der Bielefelder e&u Energiebüro GmbH und existiert bereits seit 7 Jahren an Herner Schulen und Kitas. Das Ziel dieses Projekts ist es einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und Kinder möglichst früh darüber zu informieren.

„Wir schützen unsere Welt“ singen die Kinder freudig mit dem König und werden auf diese Weise spielerisch und Kindgerecht an das Thema herangeführt. Das ist sehr wichtig, denn die pädagogische Umsetzung gehört ebenso zum Projekt, wie die finanziellen Ersparnisse. Damit auch der pädagogische Bereich erfolgreich ist, bekommen die Kitas und Schulen Unterstützung durch Materialien und Projektvorschläge.

Ergebnis begeistert

Sowie die Kita „Rappelkiste“ an der Mont-Cenis-Straße, wurden am Dienstag, 3. Juli 2018, alle 19 städtischen Kitas für ihre erfolgreiche Teilnahme am Projekt ausgezeichnet. „Herne steht gut dar“ verrät Bettina Baron. Sie ist Diplom-Biologin und unter anderem Verantwortliche für die Bereiche Energiesparen in Schulen und Kitas. Durch das Engagement der Schulen und Kitas erzielte Herne im Jahr 2017 eine Einsparung von 309.873 Euro. Obwohl die Kitas viel kleinere Gebäude haben, konnten sie rund 36.000 Euro dazu beigetragen. Des Weiteren gab es im Jahr 2017 eine CO2-Minderung um 108 Tonnen.

Prämie motiviert

Neben der Möglichkeit Kinder über Umweltschutz aufzuklären, gibt es eine „Motivationsprämie“ für die teilnehmenden Schulen und Kitas am Ende jedes Projektjahres, um einen weiteren Anreiz zur Teilnahme zu geben. Die eine Hälfte der Ersparnisse  bekommen die Kitas und Schulen ausgezahlt. Wie hoch die Auszahlung im Einzelfall ist, setzt sich zur einen Hälfte aus dem Erfolg bei den Einsparungen und zur anderen Hälfte aus dem pädagogischen Einsatz zusammen. Da das Projekt sehr erfolgreich ist, wurde die Auszahlung auf maximal 40.000 Euro begrenzt. In Herne bekamen alle teilnehmenden Kitas für ihren Einsatz eine Prämie im dreistelligen Bereich überreicht. Die andere Hälfte der Einsparungen geht an die Stadt.

Mit Spaß am Lernen und großem Interesse gehen die Kinder an das Projekt heran. Auf die Frage, wie man denn Strom sparen kann, antwortet zum Beispiel der 6 jährige Maximilian aus der Kita „Rappelkiste“, stolz über sein Wissen, dass man das Licht auch mal auslassen soll.

Svenja Hegemann