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Krötenwanderung im Stadtgebiet

Amphibien sind unterwegs

Kröten und andere Amphibien queren die Straßen. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Die Temperaturen steigen und damit beginnen Amphibien wie Kröten und Molche zu ihren Laichplätzen zu wandern. Vor allem in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten Voßnacken, Gysenberg, im Bereich am Tierheim an der Hofstraße und im Landschaftspark Pluto V kommen besonders viele Amphibien vor. Vor allem am frühen Morgen und abends sind dort Erdkröten und Molche unterwegs. Die Stadt Herne hat deshalb bereits in den vergangenen Tagen in Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Naturschutz und engagierten Bürgern Krötenschutzzäune über mehrere hundert Meter an der Berliner Straße und an der Hofstraße aufgestellt. An diesen Zäunen werden die Tiere in Eimern aufgefangen und von ehrenamtlichen Landschaftsschützern über die Straße getragen. So konnten bereits in den vergangenen Jahren hunderte von Tieren vor dem Tod durch Überfahren gerettet werden.

Naturschutzgebiet Voßnacken

Die größten Amphibienvorkommen in Herne befinden sich im Naturschutzgebiet Voßnacken. Dort wurde beim Bau einer neuen Zufahrtstrasse ein festes Leitsystem für die wandernden Amphibien angelegt. Die Tiere werden durch das Leitsystem über 300 Meter entlang der Straße gefahrlos zu ihren Laichgewässern geführt.

Gysenberg im Bereich der Forsthausgastronomie

Wie jedes Jahr wird während der Krötenwanderung die Zufahrt zu den vorderen neuen Parkplätzen und dem Wendehammer am Forsthaus Gysenberg durch eine Schranke gesperrt. Die Sperrung erfolgt ab 18 Uhr abends bis in die Morgenstunden. Dort abgestellte Fahrzeuge sollten daher spätestens bis 18 Uhr aus diesem Bereich entfernt werden. Der Betreiber des Forsthauses weist mit einer besonderen Beschilderung auf die Sperrung hin.

Stadtgrün beantwortet Fragen

Durch diese Schutzmaßnahmen kommt  die Stadt Herne den europäischen Vorgaben  zum Schutz gefährdeter Amphibienarten nach. Der Fachbereich Stadtgrün bittet alle Verkehrsteilnehmer daher um besondere Sorgfalt und die Besucher des Forsthauses und des Gysenberger Waldes um Verständnis für die Sperrung ab den Abendstunden. Wer selbst für den Artenschutz engagieren möchte oder Fragen hat, kann sich gerne mit dem Fachbereich Stadtgrün unter Telefon 02323/16 23 63  in Verbindung setzen.