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Lieber mit dem Kind sprechen als auf das Smartphone schauen

Kampagne des Fachbereich Kinder-Jugend-Familie

Die verstärkte Nutzung von Smartphones in Anwesenheit der Kinder hat negative Einflüsse auf die Bindungsfähigkeit der Kinder. Davon überzeugt sind Astrid Bochmann, Ulrike Schwarz, Holger Närrlich und Dr. Annette Frenzke-Kulbach. © Christoph Hüsken. Die verstärkte Nutzung von Smartphones in Anwesenheit der Kinder hat negative Einflüsse auf die Bindungsfähigkeit der Kinder. Davon überzeugt sind Astrid Bochmann, Ulrike Schwarz, Holger Närrlich und Dr. Annette Frenzke-Kulbach. © Christoph Hüsken.

Immer häufiger sind Eltern zu beobachten, die in alltäglichen Situationen zum Beispiel auf dem Spielplatz, beim Spazieren gehen oder im Bus im Beisein mehr mit dem Smartphone als mit ihren Kindern beschäftigt beschäftigt sind.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne dazu entschieden, mit der Plakatkampagne „Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind“ auf dieses Phänomen aufmerksam zu machen. „Ziel der Aktion ist es, Eltern zu sensibilisieren, zum Nachdenken anzuregen und das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren“, erklärt Dr. Annette Frenzke-Kulbach, die Leiterin des Fachbereichs. „Wir müssen auf darauf aufmerksam machen , weil wir riskante Entwicklungen sehen“, so Dr. Frenzke-Kulbach weiter. Die verstärkte Nutzung von Smartphones in Anwesenheit der Kinder hat negative Einflüsse auf die Bindungsfähigkeit der Kinder. Zu dem lassen sich aus berichten der Unfallkassen erhöhte Unfallzahlen auf Spielplätzen wegen nicht ausreichender Aufsicht durch die Eltern ersehen, wie die Jugendamtsleiterin zu berichten weiß.

DSCF0764WEBIn den Kindertageseinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO)gibt es bereits handyfreie Zonen. „Das stößt bei den Eltern auf eine hohe Akzeptanz und es gab auch keine Diskussionen, als wir das eingeführt haben“, schildert Astrid Bochmann, bei der AWO für die Kitas zuständig.  Die Plakate und Postkarten werden den Herner Kitas, Schulen, Arztpraxen, Therapeuten, Beratungsstellen und allen interessierten Institutionen zur Verfügung gestellt und können über das Familienbüro der Stadt Herne bezogen werden. Auch in Bussen der HCR wird für die Kampagne geworben.