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Netzwerkparty in der Tennis-Festhalle

Menschen aus Wirtschaft, Politik und Kultur kamen für eine gute Sache zusammen

Über 400 engagierte Herner feierten Netzwerkparty in der zu einem schönen Festsaal umfunktionierten Halle des Tennisclubs Grün-Weiß Herne in der Vinckestraße. Zu dieser alljährlichen Benefiz-Veranstaltung hatte der Verein „Ruhrwerk e.V.“ eingeladen. Menschen aus Wirtschaft, Politik und Kultur kamen für eine gute Sache zusammen.

„Engagement pur“

  • Über 400 Menschen versammelten sich zur Netzwerk-Party. © Horst Martens, Stadt Herne

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zeigte sich in der vom Journalisten Jochen Schübel moderierten Gesprächsrunde beeindruckt, in welch kurzer Zeit die Tennisspielfelder aus der Halle verschwunden waren. „Der Aufbau war ehrenamtliches Engagement pur“, sagte er. Und er fügte hinzu: „Wir wollen nicht nur gut leben, wir wollen auch etwas für andere tun. Das zeichnet unsere Stadt aus.“ Dr. Dudda berichtete von einem Tennismatch in dieser Halle im vorigen Jahr, als er in einer Jubiläumsveranstaltung gegen eine Tennisspielerin der Spitzenklasse „von einer Ecke in die andere gescheucht“ worden sei. Gewonnen habe er allenfalls Sympathien. Über den Sinn und Zweck der Netzwerkparty sagte er: „Wenn man hier die Gelegenheit hat, Menschen außerhalb der sozialen Netzwerke mal real zu sehen, mal mit ihnen ein paar Minuten über das Leben zu reden, dann bauen sich solche Netzwerke auf, und es ist eine tolle Möglichkeit, neue Menschen kennen zu lernen.“

„Wir möchten eine entspannte Plattform bieten“

Die Vorsitzende Cordula Klinger-Bischof stellte das Konzept ihres Vereins vor. „Durch die Resonanz der Eltern und Betreuer wissen wir, dass die Reittherapie, das Selbstverteidigungstraining und das Tanztheater den Kindern Türen öffnen, um ihre Stärken zu entwickeln.“ Über die Veranstaltung sagte sie: „Wir möchten Ihnen mit diesem Event eine entspannte Plattform bieten, auf der Sie sich und ihre Wirkungsbereiche miteinander bekannt machen können.“ Zwei ihrer Projekte hob sie hervor: Das Tanztheaterprojekt „Ensample“, das gerade an diesem Wochenende zu einem Tanzfestival in „Die Aula“ der Realschule Crange eingeladen hatte, bekommt eine Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro. Rahel Steffen und Christopher Deutsch erläuterten das Vorhaben, das mit großem ehrenamtlichen Engagement geführt wird. Choreografen, Regisseure, Tänzer und Künstler arbeiten zusammen und studieren mit Jugendlichen beeindruckende Stücke ein. Dafür haben sie eine Einladung zu einem Tanzfestival in Berlin erhalten.

Vom Glück auf dem Rücken der Pferde

Nadine Kaisereck, Reittherapeutin und Sozialpädagogin vom Reitstall St. Hubertus, kam für das Projekt „Reittherapie“, das schon seit 2010 von Ruhrwerk unterstützt wird und etwa 60 Mädchen und Jungen mit Handicap die Chance bietet, das Glück auf dem Rücken der Pferde zu empfinden. Insgesamt werden über 300 Mädchen und Jungen vom Verein unterstützt, was nicht möglich wäre, wenn nicht viele Sponsoren bereit wären, diese Vorhaben mitzufinanzieren.

  • Bo Shannon aus Holland mit „Que será, será“ und anderen Hits. © Horst Martens, Stadt Herne

Rahmenprogramm

Musikalisch umrahmt wurde die Gala vom Saxophonisten Peter König und von der Sängerin Bo Shannon. Die Holländerin trat zum Schluss auf und konnte viele dazu animieren, das Tanzbein zu schwingen. Neben den köstlichen gastronomischen Angeboten bestand auch die Möglichkeit, an einer Tombola mitzumachen, bei dem jedes Los ein Treffer war. Und so sah man am späten Abend Menschen mit fröhlichen Gesichtern die Halle verlassen, in einem Arm ihren Partner oder ihre Partnerin, im anderen ihren Gewinn.

Jochen Schübel kündete auch schon die nächste Netzwerkparty an, es ist die 10., also eine Jubiläumsveranstaltung, die in der Akademie Mont-Cenis am Samstag, 15. September, in der Akademie Mont-Cenis stattfinden wird.

Folgende engagierte Damen bilden den Ruhrwerk-Vorstand: Cordula Klinger-Bischof, Safi Thoma, Cornelia Bruch, Iris Stiebling, Cornelia Lengert-Scholz, Frauke Schewe, Kerstin Zulechner. www.dasruhrwerk.de

Horst Martens