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Raum für eigene Interpretationen

Wolfgang Wittkämper zeigt „Arbeiten auf und aus Papier“ in der städtischen Galerie Herne

Die Ausstellung "Arbeiten auf und aus Papier" ist bis zum 10. Juni 2018 zu sehen. ©Frank Dieper, Stadt Herne

Wolfgang Wittkämper lebt und arbeitet zwar schon seit Jahren in Düsseldorf, aber der gebürtige Herner stellt seine Kunstwerke trotzdem gerne in Herne aus, wie bei einem Pressegespräch am 25. April 2018 in der städtischen Galerie deutlich wurde. Gezeigt wird die Ausstellung „Arbeiten auf und aus Papier“. Dr. Oliver Doetzer-Berweger, Direktor des Emschertal-Museums, sagte: „Ich freue mich, dass wir das realisieren konnten.“

Wolfgang Wittkämper entwickelt seine plastischen Arbeiten aus einer Papierpulpmasse, die durch verschiedene Arbeitsprozesse und Materialergänzungen eine allmähliche Verdichtung erfährt. In diesem Zusammenhang spielt nicht nur die Form des entstehenden Papierkörpers eine Rolle, sondern auch seine aus Grafit und Dispersion aufgebrachte Oberfläche. Durch eine grundsätzlich seriell angelegte Arbeitsweise haben sich so einzelne Motiv- und Werkgruppen gebildet, die bewusst auf deutende Titel verzichten und stattdessen lediglich durchnummeriert werden. „Ich möchte Raum für eigene Gedanken und Interpretationen des Betrachters lassen und nicht schon einen Titel vorgeben“, erklärte Wittkämper.

  • Bei einem Pressegespräch erzählte Wolfgang Wittkämper von seiner Arbeitsweise. ©Frank Dieper, Stadt Herne


Der Hauptakzent der Ausstellung liegt auf großformatigen zeichnerisch-malerischen Arbeiten auf Packpapier, die alle erst in den letzten fünf Jahren entstanden sind. Sie sind expressiv-zyklisch angelegt und – wie die plastischen Arbeiten – seriell durchnummeriert. Der Arbeitsprozess dabei ist autonom und geht von äußeren Impulsen oder inneren Vorstellungen und Befindlichkeiten aus. Er kann über einen längeren Transformationsvorgang irgendwann auch zu plastischen Ergebnissen führen. Eine planvolle zeichnerische Vorarbeit dazu gibt es jedoch nie. „Am besten wird es, wenn ich gar nicht mehr nachdenke, was ich mache“, so der Künstler. Wenn er sich einfach auf die Kunst einlasse, würden die Ergebnisse besonders gut.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 26. April 2018, um 19 Uhr. Sie ist dann bis zum 10. Juni 2018 in den Räumlichkeiten im Schlosspark zu sehen.