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Schülerstipendium RuhrTalente wächst weiter rasant

Ruhrgebiet als Talentschmiede

In der Essener Lichtburg wurden gestern Abend zum dritten Mal neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Schülerstipendienprogramm RuhrTalente aufgenommen. RuhrTalente fördert damit bereits über 160 besonders engagierte Jugendliche aller Schulformen aus der Metropole Ruhr.

Das umfangreiche Bildungsprogramm mit Fachseminaren, Sprachreisen, Workshops zur Berufs- und Studienorientierung und persönlicher Beratung bietet Schülerinnen und Schülern eine intensive Förderung auf dem Weg in die Berufsausbildung oder das Studium. Nur zwei Jahre nach dem Start hat sich ‚RuhrTalente‘ zum größten Schülerstipendienprogramm in der Region entwickelt. 1.000 Gäste versammelten sich zu dem feierlichen Anlass.

Von den zehn Herner Stipendiat*innen erhielten drei ihre Aufnahmeurkunde aus den Händen der Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, Yvonne Gebauer, Bärbel Bergerhoff-Wodopia (Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung) und Prof. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule. Sieben weitere Schüler*innen sind schon seit letztem Jahr dabei und werden ein weiteres Jahr gefördert. Die RuhrTalente aus Herne besuchen die folgenden Schulen: Erich Fried Gesamtschule, Gesamtschule Wanne-Eickel, Emschertal Berufskolleg, Haranni-Gymnasium Herne, Realschule Crange, Gymnasium Wanne, Gymnasium Eickel und das Berufskolleg Mulvany Herne.

 

Schirmherrin Gebauer

Schulministerin Yvonne Gebauer hatte bereits im letzten Jahr die Schirmherrschaft für das Schülerstipendienprogramm übernommen. „Die Landesregierung und die Initiatoren der RuhrTalente haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen dafür sorgen, dass in unseren Schulen so viele Talente wie möglich entdeckt und gefördert werden. Der neue Schulversuch Talentschulen, der im nächsten Schuljahr startet, und das Stipendienprogramm ergänzen sich: Schülerinnen und Schüler sollen gezielt dabei unterstützt werden, ihre Schullaufbahn erfolgreich zu durchlaufen und reibungslos ins Berufsleben zu starten“, so Gebauer.

Die Hauptdarsteller*innen des Abends bewiesen während der Veranstaltung eindrucksvoll, dass die Förderung bereits Früchte trägt. So moderierten die beiden RuhrTalente-Alumni – Miles und Katharina– souverän den Abend an und begrüßten gemeinsam mit der Moderatorin die Schulministerin. Stipendiat Berat wurde live aus dem Kosovo zugeschaltet, wo er an einer deutschen Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und die Grußbotschaft von RuhrTalent Berfin aus Argentinien stimmte die frisch gebackenen Stipendiat*innen schon einmal auf die ihnen bevorstehende spannende und lehrreiche Zeit im Schülerstipendium RuhrTalente ein.

Ausweitung geplant

In welche Richtung sich das Schülerstipendienprogramm im Laufe des kommenden Jahres bewegen könnte, machte Professor Dr. Bernd Kriegesmann deutlich. „Dieses Programm wird mit Herzblut vorangetrieben und in kurzer Zeit ist Grandioses gelungen. Wir wollen noch mehr Jugendliche als bisher unterstützen und peilen gemeinsam mit der RAG-Stiftung 250 Stipendiat*innen für das kommende Jahr an.“ Damit wäre RuhrTalente das größte Schülerstipendienprogramm in Nordrhein-Westfalen.

Möglich macht das die Förderung der RAG-Stiftung, die als Ankerstiftung bis 2020 rund zwei Millionen Euro in das Schülerstipendienprogramm investiert. „Jeder einzelne Stipendiat, jede Stipendiatin kann stolz auf sich sein“, lobte Bärbel Bergerhoff-Wodopia die jungen RuhrTalente und fügte hinzu: „Bei Ihnen weiß ich, dass unsere Fördergelder mehr als gut angelegt sind. Denn wir bekommen weit mehr von Ihnen zurück, als wir geben – Sie gestalten die Zukunft unserer Region. Deshalb unterstützen wir die RuhrTalente mit großer Überzeugung.“

Bergerhoff-Wodopia dankte ausdrücklich allen Stiftungen, Unternehmen und engagierten Privatpersonen, die RuhrTalente bereits mit Spenden unterstützen und machte deutlich, dass weitere Förderer und Unterstützer jederzeit herzlich willkommen sind. Insgesamt zeigte der Abend einmal mehr, welches Talente-Potenzial das Ruhrgebiet zu bieten hat und dass es sich lohnt, in Bildung zu investieren.