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Teamplayer im Rampenlicht

Aus dem Innenleben des Mondpalasts

Der Mondpalast wird bald 15. Und der Prinzipal, der bekanntlich alle Gäste persönlich an der Eingangstür begrüßt, wird in naher Zukunft dem millionsten Besucher die Hand schütteln. Für den Erfolg gibt es viele Gründe, einer ist die Beständigkeit eines sympathischen Ensembles. Inherne hat hinter die Kulissen geschaut und mit den Akteuren Tuchfühlung aufgenommen.

Interview im Keller

Oben im Theatersaal probt das Ensemble für die neue Komödie „Der zerdepperte Pott“. Wer für ein paar Minuten nicht „dran“ ist, kommt schnell in den Keller, um sich hier im Labyrinth aus Gängen und Garderoben von den Stadtmagazin- Leuten fotografieren und befragen zu lassen. Thomas Rech ist zwar nicht einer der ersten, die sich aufs bequeme Sofa aus den 50-er Jahren setzen, aber er steht für den Anfang dieser Geschichte.

Rech spielte 2003 in Essen erfolgreich die One-Man-Komödie „Caveman“. Christian Stratmann, der sich mit dem Gedanken trug, ein Theater zu gründen, sprach ihn nach einer Vorstellung an. Rech konnte jede Menge Theatererfahrung als Regisseur und Schauspieler aufweisen, er war in mehreren TV-Produktionen aufgetreten, zum Beispiel in einem Schimanski-Tatort. Nun sollte er Intendant eines Komödien-Theaters werden: „Ich habe gesagt: ‚Ich hätte große Lust, wenn ich das so machen kann, wie ich will.'“ Als Stratmann einschlug, wunderte sich Rech: „Das war großes Vertrauen!“ Schließlich war er nicht der große Komödien-Spezialist. Der ehemalige Bahnbeamte kam vom experimentellen Theater, war Inhaber des Zimmertheaters „Ecce Homo“: Und jetzt Volkstheater?

  • © Frank Dieper, Stadt Herne

Alles sozialverträglich

Beim Ur-Casting für das neue Projekt saß bereits Silke Volkner als Regieassistentin neben Rech und Stratmann am Tisch. Mit dem designierten Intendanten verband sie Jahrzehnte Theaterarbeit, unter anderem bei „Ecce Homo“. Sie erinnert sich, dass bei den Bewerbungsgesprächen von einem „Kollektiv“ die Rede war. Auf abgehalfterte TV-Stars wolle man verzichten. Das Prinzip war und ist sozial, fast sozialistisch: Zehn mehr oder weniger gleichberechtigte Schauspieler spielen in allen Stücken. Jeder bekommt mal eine Hauptrolle. Und das ist bis heute so geblieben. „Im Mondpalast kriegen wir alles sozialverträglich hin“, erzählt Rech. „Die Schauspieler bekommen sogar in den Ferien Gehalt.“ Nach einer kurzen Pause des Nachdenkens: „So ein Theater macht man nicht, um reich zu werden“, sagt er und meint Stratmann.

Gute Atmosphäre

Wichtig für das gute Funktionieren eines Theaters ist eine gute Atmosphäre – auf der Bühne und dahinter. Silke Volkner: „Man sieht sich so oft. Man erzählt sich persönliche Sachen. Wir verlassen uns aufeinander. Das ist wie eine Familie. In anderen Häusern ist da eher ein Hauen und Stechen.“ Aber nicht umsonst hat sich der Begriff „Diva“ im Theatergewerbe eingenistet. Manchmal kriselt es, wird rumgezickt, hat einer Allüren. „Natürlich gibt es Reibereien“, gesteht Andreas Wunnenberg. „Wir sind sehr unterschiedliche Charaktere, die alle gern im Rampenlicht stehen.“

Kein Starsystem

Ein Starsystem gibt es nicht. „Den Stars kannst du nicht sagen: ‚Das Bühnenbild müsst ihr selbst aufbauen!‘, sagt Rech. Kollektiv, das bedeutet auch: Jeder/jede übernimmt neben dem Schauspiel auch andere Aufgaben. Jeder ist Maskenbildner und Bühnenbildner. Luis Volkner, der Neuzugang, sagt: „Bei jeder Produktion habe ich spezielle Jobs.“ Grinsend: „Jetzt gerade habe ich für den Hund von Ekki Eumann einen Hundeknochen besorgt.“

„Einige haben mehr als 900 Vorstellungen hinter sich“, lobt Rech. „Das die noch mit so viel Elan spielen!“ sagt Rech anerkennend. Das Publikum haben sie im Sturm erobert. „Wir haben Fans, die haben das Stück acht bis neunmal gesehen“, sagt Andreas Wunnenberg. „Wir kennen die auch mittlerweile persönlich. Sie sitzen zumeist auf bestimmten Plätzen.“

Die Horrorjahre

2012 und 2013 waren für den Intendanten Rech Horrorjahre. „Erst trennte sich meine Frau von mir, dann bekam ich Blasenkrebs. Da habe ich entschieden: Ich bin jetzt nur für meine Kinder da.“ Sein Nachfolger als Intendant wurde Ekkehard Eumann. Auf seinem Unterarm hat Rech den Anfangsmonolog von Richard III: tätowiert: „Nun ward der Winter unseres Missvergnügens glorreicher Sommer.“ Die Krisen sind überwunden, Rech ist seit Mai 2017 wieder zurück – als Chefdramaturg, der nach wie vor die Stücke aussucht und Regie führt. Sein großer Wunsch: „Ich würde gerne wieder schreiben und Regie führen, wie bei „Herr Pastor und Frau Teufel““ In seinem Kopf schwirren schon die Ideen für die nächste Inszenierung. Arbeitstitel: „Die zwei Brüder.“ Gespielt von Büscher und Schönnenberg.

Das Ur-Ensemble bestand aus fünf Schauspielern, die Rech kannte, und fünf neuen. Von den ersten Top-Ten sind neben Silke Volkner auch Martin Zaik und Axel Schönnenberg übrig geblieben. Zwei komplett gegensätzliche Typen.

  • © Frank Dieper, Stadt Herne

Schauspieler und Altenpfleger

Schönnenberg ist der lange Hagere, der immer etwas traurig ausschaut und von sich sagt: „Tragisch-komische Rollen liegen mir. Die verschrobenen Typen.“ Er verkörpert den erdverbundenen Karl Zibula in „Herr Pastor und Frau Teufel“ oder den lustig-drögen Leiter der Wache in „Die Wanne-Kopps“.

Schönnenberg hatte mit Rech 1996 und 1999 den „Jedermann“ in der Bochumer Jahrhunderthalle gespielt. „Zuerst war er mein Kollege, jetzt sollte er mein Chef sein“, erinnert er sich an die Anfangszeit. Schönnenberg arbeitete als ausgebildeter Altenpfleger und war noch nicht mit sich selbst im Reinen, was er werden wollte. „Aber diese Rolle wollte ich unbedingt“, sagt er. „Und dann wusste ich: Das hier wird mein Hauptberuf.“ Wobei er bis heute nebenbei immer noch Altenpfleger ist.

Rebell mit Ruhrpott-Charme

Und das andere Extrem ist Martin Zaik, der Rebell mit Ruhrpott-Charme. Schroffe Hülle, weicher Kern. Er sagt über sich: „Es gab noch nie eine Zeit, in der die Leute keine Meinung über mich hatten.“ Nach seinen Stärken befragt, behauptet er: „Ich kann alles. Außer Mädchen.“ Er ist der einzige Herner in diesem Ensemble (okay, der geschäftsführende Intendant Marvin Boettcher ist dazu gezogen), geboren am Hölkeskampring. Als Schüler des Otto-Hahn-Gymnasium spielte er schon politisches Theater und verärgerte die Tchibo-Kunden auf dem Robert-Brauner-Platz mit provokativen Aktionen. Er fasste im freien Theater Fuß, wo er Rech und Co. kennen lernte, unternahm gelegentlich Ausflüge ins TV-Milieu, wirkte in fünf Folgen „Verbotene Liebe“ und in anderen Serien (Der letzte Bulle, Die Lottokönige) mit. Bekleidete eine Rolle im TV-Film „Schuld war nur der Bossa Nova“.

Kann so einer Volkstheater? Kann er, wie seine Don-Camillo-mäßige Verkörperung des Pastors in „Herr Pastor und Frau Teufel“ oder seine zahlreichen anderen Rollen beweisen. Nach einem eher wilden Leben brachte der Mondpalast Konstanz in sein Leben. „Mir geht’s hier gut. Ich habe noch nie 14 Jahre an einem Ort gearbeitet.“ Nebenbei betreibt Zaik seit über 20 Jahren das Tattoo-Studio „Mind Piercings“ in Bochum. Man sagt, seine Kunden vergessen die Schmerzen des Tätowierens, weil Zaik wie in einer Dauerwerbesendung auf sie einredet.

In seinen Rollen verausgabt er sich zu 150 Prozent. „Ich bin ein absoluter Pedant.“ Großen Wert legt er auf das richtige Timing bei einem Gag. Wenn das Publikum gut drauf ist, ist Zaik bereit für mehr: „Wenn ich weiß, da ist Freude, gebe ich ein bisschen Zucker.“

Zickig oder liebevoll

Silke Volkner, die erste Regieassistentin, begehrte nach der dritten Mondpalast-Produktion auf und forderte: „Ich will nicht mehr Regieassistentin sein, sondern wieder spielen“. Was sie auf fulminante Art und Weise als Frau Buschmann in der „Flurwoche“ und zuletzt als Frau Teufel bewies. „Ich finde meine Rollen immer Klasse. Ich stelle mir das dann immer besonders zickig oder besonders liebevoll vor.“

Die gestandene Schauspielerin, die mal mütterliche, mal kratzbürstige Rollen spielt, ist zugleich auch gestandene Mutter von drei Söhnen. Ihren ältesten Sohn, Luis, nahm sie häufiger mal mit zu den Proben. „Er saß im Zuschauerraum und schlief dort auch ein.“ Das Theater wurde so etwas wie sein Zuhause – und ist es geblieben. „Luis will unbedingt Schauspieler werden.“ In „Pastor und Teufel“ stand der 22jährige zum ersten Mal auf der Bühne. In „Der zerdepperte Pott“ ist er Regieassistent und damit … auf den Spuren der Mutter.

Theater mit Familie

A propos Familie. „Theater ist eigentlich familienfeindlich“, meint Astrid Breidbach, die Mutter eines zwölfjährigen Sohnes ist. An der Wilhelmstraße hat sie tatsächlich einen Ort gefunden hat, an dem sie alles unter einen Hut bringen kann. Familie und Freunde einander anzugleichen, ist schwierig, meint ebenfalls Andreas Wunnenberg: „Alles findet abends statt. Die Freunde gehen aus, und man selbst muss arbeiten.“ Das unterschreibt auch Ekki Eumann: „Meine Freundin ist Lehrerin. Damit gemeinsame Treffen zustande kommen, müssen wir viel organisieren.“

Für die ersten Karriere-Etappen vieler Mondpalast-Schauspieler gilt, was Susanne Fernkorn über sich selbst sagt: „Ich bin von einem freien Theater zum nächsten. Dabei habe ich dann Thomas kennen gelernt.“ Und sie sagt klar, was im Theater-Business üblich ist: „Die meisten Jobs bekommt man durchs Weiterempfehlen.“

„Ich rede mich in Rage“

Ähnlich war es bei Heiko Büscher, der bis heute bei den „Unwilligen“ im Bochumer Thealozzi aktiv ist, wo Rech ebenfalls Spuren hinterlassen hat. Zeitweilig verdiente er sich Geld als Fahrradkurier. Eine Chance beim Mondpalast bekam er erst beim zweiten Vorsprechen. Seitdem ist er kontinuierlich dabei. Klein von Statur und etwas gedrungen, entwickelte er unerwartete Fähigkeiten: „Die Zuschauer mochten mich“, sagt Büscher, „meine Stimme ist besonders.“ Er spricht in einer hohen Tonlage. „Ich rede mich in Rage“, das kommt an. Wenn ihm der Kamm schwillt, dann rast das Publikum.

„Sie sind ja gar nicht hässlich“

Eher durch Zufall kam Astrid Breidbach an den Mondpalast. Sie hat schon als Schülerin Theater gemacht, war dann beim berühmten Hansgünther Heyme im Essener JKT (Jugend Kritisches Theater). Später lernte sie Schauspiel an einem Ort, der allen Theaterleuten das Herz höher schlagen lässt, in New York. Mitten in Manhattan. Astrid Breidbach ist eine der Wenigen, die es ohne Empfehlungen an den Mondpalast geschafft hat. „Ganz normal über die Schauspiel-Vermittlungs-Agentur ist es gelaufen. Ich wurde zum Vorsprechen eingeladen – für die Zweitbesetzung der häufig gespielten „Flurwoche“. Gleichzeitig bekam sie eine Rolle in den Kammerspielchen, die sie bis jetzt am liebsten mag: „Frau Piesewotzki, Libuda und ich“. „Ich bin die nervige Nachbarin, die nur rummeckert. Nach einer Vorstellung kam ich runter ins Foyer. ‚Ach, da kommt die Frau Piesewotzki!‘, rief eine Zuschauerin. Und dann: ‚Sie sind ja gar nicht so häßlich!'“ Schrulliges, das liegt ihr.

  • © Frank Dieper, Stadt Herne

Fünf Stunden für die Hauptrolle

Vom Ruhrgebiet in den fernen Süden hatte es auch Andreas Wunnenberg verschlagen. Von der Theater-Metropole München kehrte er bald wieder zurück ins Ruhrgebiet. Zufällig lernte der die Assistentin von Thomas Rech kennen. Für einen in „Ronaldo und Julia“ erkrankten Schauspieler sprang er aufgrund des Tipps der Assistentin ein – und blieb. Am liebsten liegen ihm jene Stücke, in denen er Unruhe stiften kann. „Weil man auf die Kacke hauen kann“, sagt er. Aber auch die Rolle des Kadir in „Herr Pastor und Frau Teufel“ findet er gut, weil er mit Wortspielereien und Sarkasmus auf idiotische Vorurteile reagieren kann.

Ihn zitiert man hier im Haus gerne, wenn man nach Anekdoten fragt. „Ich habe einmal fünf Stunden vorher erfahren, dass ich den Marcello in „Othello – der Schwatte von Datteln“ spielen sollte“, erzählt er. Wunnenberg sollte für den erkrankten Hauptdarsteller einspringen. „Dann habe ich den Text eben schnell gelernt. Besonders den ersten und letzten Satz habe ich mir eingeprägt.“ Außerdem musste er eine zweite Rolle spielen – seine eigene. Das Publikum war begeistert.

„Komödien sind gesünder“

„Ich liebe das Extreme“, sagt Susanne Fernkorn. „Früher spielte ich gerne Tragödien. Aber Komödien sind gesünder.“ Fernkorn spielte in einem Beckumer Theaterverein in Stücken wie „Glasmenagerie“ oder „Der Park“. Ihre Stärken sind „Alles was mit Musik und Gesang“ zu tun hat. Deshalb ist die „Wilde Rita“ ihr Lieblingsstück. „Ich mag die Abwechslung“, unterstreicht sie. „Ich freue mich, wenn mal wieder ein neuer Charakter kommt.“ Sie plant länger für den Mondpalast. „Wir hoffen, dass Stücke für Schauspieler mit Rollator geschrieben werden.“

Rolle mit Rollator

Rolle mit Rollator – die hat Ekkehard Eumann, genannt Ekki, in „Herr Pastor und Frau Teufel gespielt. „Ich spiele immer die Opas“, sagt der 58-Jährige. Damit hat er sein Lichtlein ein wenig unter den Schirm gestellt. Während der Auszeit von Thomas Rech war er sogar mal Theater-Intendant. Er ist einer, der es durchzieht. In „Ronaldo und Julia“ hat er sich an einem Tisch die Rippe gebrochen. Und spielte trotz der Schmerzen weiter. „Ich bin auch schon mal von der Bühne gefallen. Schwupp lag ich in der ersten Reihe.“

15 Jahre machte Eumann „Comedia dell‘Arte“ im „Narratec“, also Theater, das Masken und Typen darstellt und nicht Individuen. Als Axel Walter an der Wilhelmstraße ausschied, übernahm er dessen Rollen. Also junge Opas.

Es müssen nicht immer Senioren-Typen sein. „Ich bin offen für alles“, sagt Eumann. „Ich spiele gerne Figuren, die die Situation von außen betrachten. Wie der Ruprecht in „Der zerdepperte Pokal“, der die Entwicklung im Fußball kritisiert.

Erst 30 und schon Intendant

Die Jugend im Hause verkörpert Marvin Boettcher. 30 Jahre erst und schon geschäftsführender Intendant. Eigentlich wollte Boettcher den Prinzipal nur für eine wissenschaftliche Arbeit interviewen, das war 2010, aber Stratmann stellte ihn vom Platz weg ein, machte ihn zum Betriebsleiter der „Kammerspielchen“ in Herne und zu seinem Assistenten. Er wurde zum „Prinzipälchen“. Sehr zum Leidwesen des großen Prinzipals ging er „fremd“. Er studierte lieber Kultur-Medienmanagement. Eine Spielzeit war er Marketing-Mann im Hamburger Thalia-Theater, darauf zwei Jahre Projektmanager bei Deutschlands bester Agentur Jung von Matt, und zwar ein erfolgreicher.

Dann, kaum zu glauben, packte dem Jungsporn das Heimweh. Seinem Vater schenkte er zum 70. Geburtstag seine Rückkehr an die Emscher. Nicht allerdings, ohne seine berufliche Zukunft schon festgesteckt zu haben. Stratmann hatte ihm bei einem Cafe-Plausch in Hamburg gesagt: „Mein Angebot steht immer noch.“ Und seitdem ist Boettcher geschäftsführender Intendant und steht für das neue Ticketsystem, für Verjüngung, für Modernisierung und Medienkompetenz.

  • © Frank Dieper, Stadt Herne

Vom Supermarkt auf die Bühne

Zur jungen Generation gehört auch Melanie Linka (28), die erst seit April dabei ist. Boulevardmäßig konnte ihre Karriere mit der Schlagzeile „Vom Supermarkt auf die Bühne“ betitelt werden, aber die Wirklichkeit ist bekanntlich komplexer. Trotz aller Widerstände und Bedenken der Eltern ging sie in Köln auf die Schauspielschule. Übergangsweise jobbte sie. Um für ein Theaterprojekt für Unterstützung zu bitten, sprach sie Thomas Rech an. Der sagte prompt: „Sie könnten meine neue Julia sein.“ Wurde sie auch für eine Aufführung. Und dann die Frau Benetti im hautengen Kleid in „Flurwoche“. Das war der Himmel auf Erden. Als Mädchen hat sie mal von Hollywood geträumt. Heute weiß sie: „Die Schauspielerei ist das, was ich machen möchte. Dafür schlägt mein Herz. Auch wenn der Weg megasteinig ist …“.

„Ich wäre gern berühmt“

Träume sind Schäume …die haben auch die etablierten Schauspieler im Mondpalast. Über einen Anruf vom Fernsehen würde sich Silke Volkner freuen: „Ich würde gerne mal Tatortkommissarin wie eine Art Tana Schanzara spielen.“ Tatort – das ist auch das Zauberwort für Wunnenberg: „Aber einer, der in Wanne-Eickel spielt.“ Ekki Eumann erfüllt sich seine Wünsche, wenn er im Thealozzi in einer Variation von Shakespeare Titus Andronicus Regie führt: „Was Tragisches und Blutiges – das mache ich immer noch gerne.“ Und der Martin Zaik? Der sagt ganz ungeniert: „Ich weiß nur eins: Wenn ich den Arsch zukneife, bin ich berühmt.“

Text: Horst Martens, Fotos: Frank Dieper

An der Probe nahmen nicht teil: Dominik Brünnig, Dirk Emmerich und Corinna Ketter.