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Technisches Rathaus offiziell eröffnet

Schlüsselübergabe

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bei der Eröffnung des Technisches Rathauses. ©Frank Dieper, Stadt Herne

Seit Montag, 13. November 2017, ist es offiziell eröffnet: Das neue Technische Rathaus an der Langekampstraße 36, in der ehemaligen Heitkamp-Zentrale. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bekam aus den Händen von HGW-Geschäftsführer Thomas Bruns den Schlüssel überreicht.

„Ich bin glücklich, an so einem Tag Oberbürgermeister sein. Denn davon träumt man immer, so einen Gebäudekomplex übergeben zu dürfen.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Frank Dudda schon am Morgen zahlreiche Ehrengäste, die einen Blick in die neuen Räumlichkeiten werfen wollten. Am Nachmittag folgten auch mehr als 100 Bürgerinnen und Bürgern dem Aufruf und nutzten den Tag der offenen Tür für einen Rundgang durch das Gebäude. „Mit der Revitalisierung des ehemaligen Heitkamp-Geländes setzen wir ein starkes Signal für den Stadtteil Wanne-Süd: Die Aufwertung dieses Standorts trägt zur Quartiersentwicklung bei und zeigt, was hier alles möglich ist“, freute sich der Oberbürgermeister über den Startschuss für den modernsten Standort der Herner Stadtverwaltung.

  • Schlüsselübergabe: HWG-Chef Thomas Bruns mit OB Dr. Frank Dudda. ©Frank Dieper,Stadt Herne

OB Dudda dankt allen Beteiligten

Zuvor bedankte sich Dr. Dudda natürlich bei allen beteiligten Firmen und den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Realisierung des Großprojektes beteiligt waren. Einen besonderen Dank gab es auch für die Herner Gesellschaft für Wohnungsbau (HGW), der Eigentümerin des Gebäudekomplexes, die in den vergangenen Monaten viel Zeit und Energie in den Umbauprozess investierte. Dr. Dudda: „So etwas macht man normalerweise nur einmal im Leben. Aber das kann ich in Herne nicht versprechen. Hier können wir aber sehen, was man als Mannschaftsleistung schaffen kann.“ Von einem „Tag der Freude“ sprach auch HGW-Geschäftsführer Thomas Bruns. Wobei er auch betonte: „So ein Altbestand ist auch immer ein Abenteuer. Und diesem Abenteuer haben wir uns 18 Monate gestellt. Es waren viele Abstimmungsgespräche nötig, im Sinne der Nutzer haben wir aber immer eine Lösung gefunden.“ Bruns beeindruckte aber auch mit ein paar Zahlen, die die Dimension des Großprojektes unterstrich: Entsorgt wurden rund 1600 Kubikmeter Schutt, 2000 Steckdosen wurden verbaut, 50 Kilometer Datenleitungen wurden verlegt, rund 900 laufende Meter Schränke stehen in den Büros zur Verfügung. Der OB sprach von einem Projekt, das auch historisch in die Stadt hineinstrahlt und blickte zurück auf die Geschichte des Geländes. „Wir befinden uns hier auf den einstigen Feldern des Bauern Heitkamp, der hier vor 125 Jahren seinen Bauernhof hatte.“ Im Jahr 1892 kam der Wandel, als Engelbert Scharpwinkel – genannt „Heitkamp“ – auf dieser Fläche das Bauunternehmen Heitkamp gründete. Das Unternehmen errichtete hier in den Jahren 1964 bis 1985 in mehreren Schritten seine Firmenzentrale. „Also das Gebäude, das wir heute als Technisches Rathaus feierlich eröffnen.“

  • Ein besonderes Präsent gab es für Stadtrat Karlheinz Friedrichs. © Thomas Schmidt, Stadt Herne

Zahlreiche Führungen für Besuchergruppen

Und kaum war offiziell das Band durchschnitten, da strömten auch schon die ersten Besuchergruppen über die Flure, um sich während einer Führung die einzelnen Bereiche näher erklären zu lassen. So entstanden nach der Renovierung genau 322 Büros und 18 Besprechungsräume. Die Zusammenlegung der Fachbereiche verspricht kurze Wege. Und das nicht nur für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sondern insbesondere natürlich auch für die Bürgerinnen und Bürger. Die Fachbereiche Rechnungsprüfung, Stadtentwicklung, Recht und Bauordnung sowie das Gebäudemanagement und das Büro von Stadtrat Karlheinz Friedrichs mit den dazugehörigen Fachbereichen Tiefbau und Verkehr, Vermessung und Kataster sowie Umwelt und Stadtplanung findet man jetzt unter einem Dach.

Stadtrat Friedrichs: „Herne ist die Stadt der kurzen Wege“

Stadtrat Karlheinz Friedrichs brachte es am Nachmittag auf den Punkt. „Herne ist die Stadt der kurzen Wege.“ Bezogen auf das Thema Bauen sind sie nun wirklich sehr kurz. „Im Technischen Rathaus erhält jeder rund das Thema Bauen in der Stadt alle Informationen.“ Friedrich sieht in den rund 400 Bediensteten, die nach der letzten Umzugsphase – Anfang Dezember – ihre Büros bezogen haben werden, aber auch einen Beitrag zur aktiven Wirtschaftsförderung für das gesamte Quartier Wanne-Süd.

  • Impressionen von der Eröffnung des Technischen Rathauses. ©Frank Dieper,Stadt Herne

Farbleitsystem hilft bei der Orientierung durch das Gebäude

Zur besseren Orientierung wurde für das Innere des Gebäudes ein Farbleitsystem entwickelt, das die Farben der neuen Stadtmarke aufgreift: So sind die Flure in Block A grün gekennzeichnet – hier sitzen die Fachbereiche Recht und Bauordnung, Stadtplanung und Untere Denkmalbehörde, Umwelt, Gebäudemanagement und das Büro von Stadtrat Karlheinz Friedrichs. Die Flure in Block B sind gelb gekennzeichnet – hier sitzen die Fachbereiche Tiefbau und Verkehr, Vermessung und Kataster, Rechnungsprüfung sowie Stadtentwicklung.

Mobilitätskonzept der Stadt aufgegriffen

Blau weist auf die Kantine hin, die ab Frühjahr von der WeWoLe betrieben wird und auch den Bürgerinnen und Bürgern offen steht. Das neue Logo wird jedoch nicht nur in der Farbgestaltung aufgegriffen. „Die grüne Lage, der Dorneburger Bach, der entlang des Gebäudes fließt, sowie die zentrale Lage in der Nähe des Hauptbahnhofes Wanne-Eickel repräsentieren die zentralen Eigenschaften und Stärken unserer Stadt: Mit Grün. Mit Wasser. Mittendrin“, sagte der OB und rückte auch die grüne Infrastruktur in den Fokus seiner Rede: Auch unser Mobilitätskonzept wurde bei der Planung berücksichtigt. So haben die Stadtwerke beispielsweise zwei Ladestationen für Elektro-Autos aufgestellt sowie fünf Stellplätze zur Elektro-Aufladung eingerichtet. Außerdem gibt es Ladesäulen für E-Bikes sowie 80 Fahrrad-Parkplätze. Zudem ist es bald auch möglich, sich ein Rad von der metropolrad-Station auszuleihen. An diesen Installationen sieht man ganz deutlich, dass wir für eine klimagerechte Stadtentwicklung stehen. „