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Uni Herdecke sucht Helfer für Spaziergänge auch in Herne

Programm „POWER“ macht Senioren fit

Wer sich im Alter wenig bewegt, wird eher krank. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche. Viele ältere Menschen bewegen sich allerdings aufgrund körperlicher Einschränkungen oder fehlender sozialer Unterstützung zu wenig. Dies zu ändern ist das Ziel eines Projektes an der Universität Witten/Herdecke: „POWER“ möchte Seniorinnen und Senioren, die in Pflegeheimen leben, zu mehr Bewegung einladen.

Ehrenamtliche werden geschult

„Dazu wählen wir die Form des begleiteten Spazierengehens“, sagt die Projektkoordinatorin Anja Rieckert vom Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der Universität Witten/Herdecke (UW/H). „Zur Begleitung benötigen wir aber noch die Hilfe von vielen Spaziergangspartnern.“ Aufgabe der ehrenamtlichen Helfer ist es auch, nach einer entsprechenden Schulung das Programm für ihren Spaziergangspartner zu organisieren. Neben einer Steigerung der körperlichen Aktivität soll es auch darum gehen, den Seniorinnen und Senioren neue soziale Kontakte zu ermöglichen.

Wissenschaftliche Untersuchung

„Mit diesem vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Projekt, das in Pflegeheimen des Ruhrgebietes durchgeführt wird, soll wissenschaftlich untersucht werden, ob durch regelmäßiges begleitetes Spazierengehen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität von älteren Personen verbessert werden kann“, erläutern die Projektmitarbeiterinnen Anja Rieckert und Sabine Weißbach. „Wir möchten außerdem erforschen, ob sich das Programm in bestehende Hilfsangebote (z.B. Freiwilligenagenturen) integrieren lässt und angenommen wird.“

Ein bis dreimal in der Woche

Gesucht werden nun Helfer, die bereit sind, sich im Rahmen der begleiteten Spaziergänge ehrenamtlich zu engagieren. Interessierte sollten mindestens 16 Jahre alt sein, ein Mobiltelefon besitzen, über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen, über einen Zeitraum von sechs Monaten ein- bis dreimal wöchentlich rund 60 Minuten Zeit sowie Freude und Interesse am Zusammensein mit Senioren haben.

Das Projekt startete bereits in den Städten Dortmund und Witten, weitere Pflegeheime in Bochum, Herdecke, Herne und Hagen nehmen an der Studie teil. An der Teilnahme interessierte Pflegeheime in den genannten Städten sowie interessierte ältere bewegungseingeschränkte Personen sind herzlich eingeladen, sich zu melden bei:

Anja Rieckert oder Sabine Weißbach
Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der Uni Witten/Herdecke
02302 / 926-712 oder -718 oder power@uni-wh.de

Homepage: http://www.uni-wh.de