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Versammlungsstätte mit Tradition

Das Volkshaus Röhlinghausen auf dem Weg in die Zukunft

Das Volkshaus Röhlinghausen ist eine VErsammlungsstätte mit langer Tradition. ©Frank Dieper, Stadt Herne

Ziemlich weit im Westen der Stadt befindet sich eine Kultur- und Versammlungsstätte mit Tradition: das Volkshaus Röhlinghausen. Mit Engagement stellen die Verantwortlichen die Weichen in Richtung Zukunft.

95 Jahre Kulturspielstätte

Das Volkshaus Röhlinghausen ist wohl die Kulturspielstätte in unserer Stadt, die als solche auf die längste Geschichte zurückblicken kann. Bereits seit 95 Jahren befindet sich am Stratmannshof eine solche Einrichtung. Im April 1923 öffnete das erste Volkshaus Röhlinghausen seine Türen. Auf dem Areal des ehemaligen Hofes Stratmann war in nur zwei Jahren nach dem Ankauf der Fläche das Volkshaus entstanden. Nur 20 Jahre später, 1943, lag es in Schutt und Asche. Wie viele andere Gebäude im vom Krieg noch ärger als Herne gebeutelten Wanne-Eickel war es einem Bombenangriff zum Opfer gefallen. Zum Zeitpunkt der Zerstörung hieß es noch Joseph-Goebbels-
Haus. Bis 1960 sollte es dauern, bis ein Neubau erfolgte, der auch für Bälle und Rockkonzerte genutzt wurde. Sogar die „Rattles“, als bekannteste deutsche Beatband, rockten das Volkshaus. Bald danach wurde es jedoch stiller am Stratmannshof. Die Nutzungen gingen zurück.

Das Volkshaus lebt von seiner Nutzung

Es bedurfte eines Kraftakts, um dem Volkshaus wieder Leben einzuhauchen. In den 1990er Jahren erfolgte eine grundlegende Sanierung. Zum Komplex gehören heute neben dem Saal mit Bühne auch ein Raum für kleinere Gruppen sowie eine Kegelbahn und eine Gastronomie, die verpachtet ist.

Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt Herne. Aus dem reinen Veranstaltungshaus wurde unter Federführung der Stadt eine öffentliche Begegnungsstätte,
die von einem Trägerverein betrieben wird. Der ehrenamtlich geführte „Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen e.V.“ hat heute 25 Mitglieder, allesamt Institutionen. Der Verein mit der hauptamtlichen Verwaltungsmitarbeiterin Ina Losch-Schröder kümmert sich um die Belange des Volkshauses. Schließlich lebt eine solche Einrichtung davon, dass sie bespielt wird. Die Nutzungsmöglichkeiten des Saals sind viel-
fältig, Feiern, Tanzveranstaltungen, Hobbybörsen gehen im Wortsinn über die Bühne. Denn diese ist für die Bedeutung des Hauses nicht unerheblich. Öffentliche Räume mit festen Bühnen sind in Herne nicht so breit gestreut. Um auf das vielfältige Angebot aufmerksam zu machen, hat der Verein einen Newsletter eingerichtet, über den sich Interessierte über das Programm informieren können. Auch auf der Internetseite der Stadt Herne ist das Volkshaus unter dem Stichwort
Kulturorte zu finden.

Christoph Hüsken