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Viel Abwechslung beim Jubiläums-Kulturfestival

Musik, Literatur, Tanz, Theater, Bildende Kunst am Schloss Strünkede

Christian Ribbe spielt beim Musikfestival nicht nur die Tuba. © Thomas_Schmidt_Stadt_Herne Christian Ribbe spielt beim Musikfestival nicht nur die Tuba. © Thomas_Schmidt_Stadt_Herne

43 Herner Kulturinstitutionen präsentieren am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Juni, einen Mix aus Unterhaltung und anspruchsvoller Kultur. Die beiden Bühnen im Schlosshof Strünkede und auf der Schlosswiese haben ein laufend attraktives Programm, bei dem so gut wie alle musikalischen Genres zum Zug kommen.

Am Samstag läuft das Kulturfestival von 14 bis 19 Uhr, am Sonntag dann allerdings „nur“ von 12 bis 17 Uhr. Der frühe Schluss hat seinen Grund in der Fußball-WM: Deutschland spielt um 17 Uhr gegen Mexiko – und da sitzt das ganze Land vor dem Fernseher.

Programm des Herner Kulturfestivals 2018

Fest der Herner Kulturlandschaft

Vor zehn Jahren startete das Festival im Gysenbergpark, vier Jahre später zog das Event in den Schlosspark um und lief dort, weil alles näher zusammen liegt, noch erfolgreicher. Je nach Wetterlage strömen jährlich 6.000 bis 8.000 Menschen auf das Gelände zwischen Westring und Bahnhofstraße. „Das Veranstaltungskonzept hat sich bewährt“, sagt Thomas Schröder vom städtischen Kulturbüro, der die beiden Kulturtage organisiert. „Die Herner Kulturlandschaft beteiligt sich, bewusst auf eine Gage verzichtend, und niemand erwartet, dass dem Publikum eine teure Programmnummer vor die Nase gesetzt wird.“

  • Die_Veranstalter___©_Thomas_Schmidt_Stadt_Herne
    Die Veranstalter: Christian Ribbe (Städtische Musikschule), Kirsten Katharina Büttner (Emschertal-Museum), Jutta Laurinat (Flottmann-Hallen), Chris Wawrzyniak (Agentur Der goldene Raum) und Thomas Schröder vom städtischen Kulturbüro. © Thomas_Schmidt_Stadt_Herne

Musik von Klassik bis Pop

Auf der Bühne im Schlosspark treten ab 14 Uhr unter anderem auf:  die Dance Area Herne und Belle Epoque und dann folgt ein Herbert-Special mit den Siegern des Herner Jugendkulturpreises, wonach „A parrotdies“ mit Rock aus Herne den Schluss bildet. Auch am Sonntag geht es rund, dann allerdings mit orientalischen Klängen oder der Pottporus Dance Show. Im Schlosshof präsentieren sich unter anderem diverse Musikschul-Ensembles.

Bandfusion, Poetry Slam und Herkules

Das Kulturbüro bietet eine Fotobox an, in der sich Interessierte mit unterschiedlichen Accesoires ablichten lassen können – unter anderem auch mit dem brandneuen Kulturfestival-Logo. Integriert ins Kulturfestival sind zwei andere erfolgreiche Formate: Einmal das Kinderkulturfestival „Herkules“, das hier seinen großen Spieltag feiert – anlässlich der WM mit einem Torwandschießen inklusive Geschwindigkeitsmessung. Zum anderen auch mit der Bandfusion Open air – das Live-Konzert auf der Schlosswiese, bei dem zehn Bands in vier Stunden für die volle Dröhnung sorgen. Diese Bands treten auf: Alidaxo | Chaco Queen | Der Gorilla vonne Kirmes | TeleFucks | Ende offen | Squeal | passed Me By | Voodoo Cowboys | Fear of Missing out | KYNSKI. DJ ist Jean-Jaques Plastique (Marseille/ Ouagadougou), Moderator Le Pierre.

 

Sprech-Reiz, der U-20-Poetry Slam sorgt mit Gewinnern von Deutschland- oder NRW-Meistern für ein hohes Niveau, aber auch Anfänger können sich spontan melden und mitmachen. Mit dabei sind: Svenja Przigoda, Hanna Mühlig, Luisa Sonkol, Josefine Lübke, Matilda und Janina Balzer. Moderator ist Jason Bartsch.

 

Ausstellung in der Städtischen Galerie und im Schollbrockhaus

Fast alles findet draußen statt. Das Emschertal-Museum wartet allerdings mit einer Veranstaltung im Schloss auf: Das offene Künstlercafé am Samstag von 14.30 bis 16.30 Uhr setzt auf die Kohlezeichnung, wobei Pferde und Emscherbrücher als Motiv dienen sollen. Der Herner Künstlerbund stellt mit acht Künstlern in acht Räumen in der Städtischen Galerie aus, im Schollbrockhaus zeigt der Foto-Film-Club Wanne-Eickel seine schönsten Stück, gleichzeitig präsentieren dort auch freie Künstler ihre Malerei.

„195 Zeltfront und 185 Bierzeltgarnituren warten auf die Besucher“, sagt Thomas Schröder. Daraus ist die Größe der Veranstaltung erkennbar, die sich von Jahr zu Jahr ausdehnt. Und das alles bei freiem Eintritt.

Horst Martens