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Wohnungsverein plant Zehn-Mio-Projekt in Horsthausen

Mitgliederversammlung: unter ein Prozent Leerstand

An der Augustastraße 4-22 sollen generationengerechte Wohnungen entstehen. Foto: Wohnungsverein Herne eG An der Augustastraße 4-22 sollen generationengerechte Wohnungen entstehen. Foto: Wohnungsverein Herne eG

Ein neues Großprojekt in Höhe von zehn Millionen Euro stellte der Wohnungsverein Herne eG bei der Mitgliederversammlung im Herner KuZ vor: An der Augustastraße 4 – 22 in Horsthausen will das Unternehmen den zweitältesten Gebäudebestand mit insgesamt 56 Wohnungen abreißen und an dieser Stelle 47 generationengerechte neue Wohnungen errichten.

Dafür wird die Genossenschaft ab 2018 rund zehn Millionen Euro, verteilt auf mehrere Jahre, bereitstellen.

Natürlich, wohnlich, warm und dennoch modern

Die bisherige Riegelbauweise in dem Bereich soll zugunsten einer aufgelockerten Bebauung aufgegeben werden. Das Projekt steht unter dem Motto „natürlich, wohnlich, warm und dennoch modern“, Rechnung getragen werden soll diesem Motto mit Hilfe verschiedener natürlicher Baumaterialien, wie z. B. die Nutzung von Holz.

Abriss startet im Sommer 2018

Um das Ziel des Vorhabens – die Erhöhung der Wohnqualität und eine stärkere Identifikation der Mieter – zu erreichen, wurde ein Beirat aus betroffenen Bewohnern, Aufsichtsratsmitgliedern und dem Vorstand unter Leitung von Dr. Bodo Steiner, dem ehemaligen Leiter des Planungsamtes der Stadt Herne, ins Leben gerufen. Die meisten Mieter sind bereits in andere Wohnungen der Genossenschaft umgezogen, ein großer Prozentsatz von ihnen möchte nach Fertigstellung der neuen Häuser auch wieder zur Augustastraße zurückkehren, wo ihnen Wohnungen zwischen 45 qm bis 115 qm Größe zur Verfügung stehen werden. Mit dem Abriss der Altbauten soll im Juni 2018 begonnen werden.

99 Prozent der Wohnungen sind vermietet

Vorstand Sonja Pauli.

Vorstand Sonja Pauli.

Modernisierung, Instandhaltung, Wohnsicherheit, Planung neuer Projekte und Mitgliederpflege: So lauteten die Eckpunkte der Wohnungsverein Herne eG im Jahr 2016. Bei der Mitgliederversammlung im Kulturzentrum legte Sonja Pauli als geschäftsführender Vorstand eine grundsolide Bilanz vor: Mehr als 99 Prozent der mittlerweile 1.350 Wohnungen sind bei einem durchschnittlichen Mietpreis von 4,97 Euro pro Quadratmeter vermietet. Gleichzeitig dürfen sich die 1.802 Genossenschaftsmitglieder wieder über eine Bruttodividende von vier Prozent freuen – in Nullzinszeiten keine Selbstverständlichkeit!

Bilanz kratzt an 50-Millionen-Euro-Grenze

Für das Vorhaben ist die Wohnungsverein Herne eG gut gerüstet. Die Bilanzsumme der 111 Jahre alten Genossenschaft kratzte 2016 erstmals an der 50-Millionen-Euro-Grenze. Der Jahresüberschuss steigerte sich um ein Drittel von 486.000 Euro im Jahr 2015 auf 691.000 Euro im Jahr 2016. Mehr als zwei Mio. Euro investierte die Wohnungsgenossenschaft 2016 in die Instandhaltung und Renovierung ihrer Immobilien. Im laufenden Jahr 2017 wird eine ähnlich hohe Summe aufgewendet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Großmodernisierung des ehemaligen Deutsche-Bank-Wohnkomplexes in Sodingen. Die Gebäude Mont-Cenis-Straße/Eupener Straße werden energetisch saniert.

Neue Wohnungen vor Fertigstellung bereits vermietet

Im Frühjahr 2016 fuhren vor dem Neubau „In der Helle“ plangemäß die ersten Möbelwagen vor. Hier steht den Mitgliedern außerdem eine moderne Gästewohnung zur Verfügung, in der zum Beispiel Verwandte oder Freunde während eines Besuchs kostengünstig Unterkunft finden können. Die Nachfrage für die insgesamt 20 generationengerechten Wohnungen war groß. Das gilt auch für den Neubau an der Flottmannstraße, in den aktuell die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen. Bei beiden Projekten waren die Wohnungen bereits vor Fertigstellung vermietet.

www.wohnungsverein-herne.de