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„Zille“ hat neuen Pächter

Stefan Rustemeier (46) übernimmt ab 1. September

Stefan Rustemeier und sein neues Lokal. ©Horst Martens, Stadt Herne. Stefan Rustemeier und sein neues Lokal. ©Horst Martens, Stadt Herne.

Die „Zille“ hat einen neuen Pächter. Am 1. September übernimmt Stefan Rustemeier den Gastronomiestandort des Kulturzentrums inklusive der Gaststätte „Zille“. Der 46-Jährige war zuvor Wirt im „Lago“.

Rustemeier ist gelernter Betriebswirt und hat sozusagen ein Gastronomen-Gen: Seine Eltern führten das „Haus Voss“ in Sodingen und betreiben heute zusammen mit dem Sohn die Lago-Gastronomie. Rustemeier kann sich ganz auf die neue Herausforderung konzentrieren: Das „Lago“ läuft „autark in Familienhand“ weiter.

  • Stefan Rustemeier pachtet die „Zille“. ©Horst Martens, Stadt Herne.

Gastronomie- und Catering-Erfahrung

„Die ‚Zille‘ wird auch in Zukunft aufs gleiche Zielpublikum und damit auf die bürgerliche Küche setzen“, betont Peter Weber, Chef der Tagungsstätten- und Gastronomiegesellchaft Herne mbH (TGG). Die städtische Gesellschaft ist Verpächter des Lokals. In der Nähe sind ein italienisches und ein griechisches Restaurant, insofern macht die Ausrichtung Sinn. „Unsere Gäste wissen, was sie hier bekommen“, so Weber. Die Entscheidung für Rustemeier sei nicht einfach gefallen, weil es eine ganze Reihe guter Bewerber gegeben habe. Den Ausschlag habe die langjährige gastronomische Erfahrung Rustemeiers gegeben und die Tatsache, dass er Inhaber eines Catering-Unternehmens sei. „Das benötigen wir für unser Kulturzentrum.“

Neuer Pächter will die Karte erweitern

Der bisherige Pächter Karl-Heinz Gerdes geht zum 15. Juli nach 20-jähriger Tätigkeit. „Wir haben gute Jahre miteinander gehabt“, bescheinigt ihm Weber. Bis Ende August macht die „Zille“ Sommerurlaub. „Wir nutzen die Betriebsferien für einen Umbau in der Brasserie“ sagt Kerstin Kramm, Leiterin des Kulturzentrums. Der neue Chef tritt zum 1. September an – bis dahin sind einige Änderungen geplant. „Die Theke, die viel Platz einnimmt, soll ausgebaut werden und durch eine mobile Theke ersetzt werden. Außerdem möchte ich die Speisekarte modifizieren und erweitern.“ Das Zille-Team aus sechs Mitarbeitern soll, so der Wunsch der TGG, übernommen werden. Rustemeier will dieser Bitte entsprechen und hat schon erste Mitarbeiter-Gespräche geführt. Auch Gerdes bleibt noch für eine kurze Übergangszeit erhalten.

Erste Herausforderungen

Die erste wirkliche Herausforderung für Rustemeier und sein Catering-Unternehmen (für das er zusätzliche Kräfte verpflichtet) ist eine große Veranstaltung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Anfang September, bei der auch mehrere Minister erwartet werden. Und anschließend folgen die Tage Alter Musik. Nachdem die Qualität der Veranstaltungen im Kulturzentrum in den letzten Jahren gestiegen ist, solle auch das gastronomische Angebot erweitert werden, so Lutz Hammer, Aufsichtsratsvorsitzender der TGG: „Das gehört einfach zum Rahmenprogramm.“ Für Rustemeier kein Problem: Mit seiner Cateringgesellschaft hat er bisher auch schon mal 1.200 Gäste versorgt.

Horst Martens