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Baden im Ideen-Meer!

Das „Hallenbad“ im Kreativ.Quartier Wanne startet durch

Studenten aus Utrecht besuchten das Kreativ.Quartier Wanne (Hallenbad) in der Heinestraße 1. Studenten aus Utrecht besuchten das Kreativ.Quartier Wanne (Hallenbad) in der Heinestraße 1. Foto: Arne Pöhnert

„Sagen Sie mal – was bedeutet denn das Schild ‚Hallenbad‘ über dem Ladenlokal? Was ist das hier?“ Wanner Anwohner sind neugierig und schauen interessiert ins Schaufenster der Heinestraße 1, wo gerade eine Ausstellung gezeigt wird.

Aufruf an alle Kreativen der Stadt

Die Erklärung ist einfach: Wer ins Schwimmbad geht, will andere Menschen treffen, will vielleicht die 25 Meter diesmal schneller schwimmen und Spaß haben. Wer ins „Hallenbad“ kommt, will andere Kreative kennenlernen (in der Menge Gleichgesinnter baden), berufliche Tipps erhalten (Baden in einem Meer von Ideen) und bei der Arbeit eine inspirierende Umgebung genießen (hier sogar ohne Chlorgeruch in der Nase).

Zur Kreativklientel gehören traditionell hauptsächlich Freiberufler oder Klein- und Kleinstbetriebe aus sehr unterschiedlichen Teilmärkten wie Musikwirtschaft, Buch- und Kunstmarkt, Film- und Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architektur-, Presse- und Werbemarkt sowie Software/Games. Sie alle sind aufgerufen, die neue Basis in der Heinestraße für einen Austausch von Ideen oder Kooperationen zu nutzen.

Denk- und Arbeitsraum

Nachdem das über das Kulturministerium und ecce (european center for creative economy) im Rahmen der Kreativ.Quartiere Ruhr geförderte Projekt „Kultur ins Quartier“ im Juni gestartet ist, hat sich eine Menge getan: Das Ladenlokal wurde hergerichtet; es gab zahlreiche Treffen, Veranstaltungen und Kunstaktionen. Pre-Opening, Besuch der Uni Utrecht, offene Kreativtreffs, wechselnde Ausstellungen, Kunstaktionen, Creative.Lab sowie Events im Rahmen von Partnern wie zum Beispiel der Weltbaustelle. Der Raum eignet sich hervorragend als Denk- und Arbeitsraum für mögliche gemeinsame Projekte. Und davon sind noch eine ganze Menge in Planung, die sowohl in Richtung Innenstadtentwicklung, in Richtung kulturelle Aktivitäten und Vernetzung als auch in Richtung Wirtschaft gehen. Schließlich sind die traditionellen Branchen und die Kreativen aufeinander angewiesen. Welches Unternehmen braucht keine Werbung, keine Öffentlichkeitsarbeit oder keine Website?

Aber auch die Wanner Innenstadt könnte vom Kreativ.Quartier profitieren. Zahlreiche leer stehende Ladenlokale warten geradezu darauf, genutzt zu werden – als Atelier, als Arbeits-, Ausstellungs- und Verkaufsraum oder für neue Formate wie beispielsweise einen Pop-up-Store. Hierzu sind jedoch noch vielerlei Hürden zu überwinden: Eigentümer, die bereit sind, ihre Räumlichkeiten zu günstigen Konditionen bereit zu stellen; Nutzungsvorschriften, die mit Augenmaß gestellt werden; Start-ups, die Wanne für sich entdecken.

Anlaufstelle für Wannes Kreativnetzwerk

Das Ladenkokal dient dabei als Projektbüro und als Anlaufstelle für Wannes Kreativnetzwerk. Aber auch Menschen bieten Unterstützung: Gerade Kreative sehen sich häufig selbst nicht als Unternehmer und werden „unversehens“ zu Freiberuflern: Hier bietet das WFG-Startercenter mit Susanne Stegemann Beratung und ein maßgeschneidertes Workshop-Angebot. Netzwerkmanagerin Stefanie Thomczyk (Go Between GmbH) ist direkte Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Aktivitäten des Kreativ.Quartiers.
Erklärtes Ziel ist es, möglichste viele Kräfte zu bündeln, um Wanne wieder mit Kreativität zu fluten. Inzwischen kann man das „Hallenbad“ auch auf Facebook besuchen – doch nichts ersetzt den direkten Kontakt. Und mal ehrlich: Wo sonst kommt man so schnell ins Gespräch wie in Wanne?

Dr. Evelyn Stober

 Mittwoch, ca. 18:00 Uhr, Heinestraße 1, 44649 Herne-Wanne Telefon:0 23 25 / 940 59 01, Facebook: https://www.facebook.com/KreativQuartierWanneHallenbad/ E-Mail: info@kreativquartier-wanne.de