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Eine Feuerwehrübung im Scheinwerferlicht

Feuerwehr Herne

©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Um 0.00 Uhr war der „gestrandete Orca“ wieder ins Meer zurück geschubst, um im Bild zu bleiben. Die Herner Feuerwehrübung mit dem phantasievollen Namen hatte das Finale erreicht, die rund 500 Feuerwehrleute und Mitglieder der Hilfsorganisationen konnten die Übungsplätze abbauen und zurück in die Unterstände fahren.

„Die Übungsziele sind alle erreicht“, zog Marco Diesing von der Herner Feuerwehr ein erstes Resümee. „Allerdings erfolgt in nächster Zeit eine eingehende Auswertung der kompletten Aktion.“ Die Katastrophenübung ist umfangreich dokumentiert worden, auch durch Fotografen und mehrere Kameramänner der Polizei

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21.11.2014, 11.00 Uhr

Die größte Katastrophenübung der letzten 20 Jahre absolvierte die Feuerwehr Herne unter dem phantasievollen Titel „Gestrandeter Orca“. Nicht nur für die Beobachter lief das Zusammenspiel der Rettungskräfte glatt ab.

500 Beteiligte retteten 150 Passagiere eines Unfallzuges – das ganze war ein großes Ereignis auf dem durch den THW ausgeleuchteten Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Wanne-Eickel. Das Szenario der Übung „Gestrandeter Orca“: Durch einen umgestürzten Baum, der auf den Bahngleisen lag, musste ein Fernreisezug   eine Notbremsung einleiten. Bei diesem Bremsmanöver wurden 30 Personen zum Teil schwer verletzt. Deshalb rückten in den Abendstunden Kräfte der Feuerwehren und Einsatzeinheiten der Städte Bochum und Herne sowie dem Technischen Hilfswerk im Bereich des Güterbahnhofs Wanne-Eickel an. Die 150 Statisten, die im Zug die verletzten Passagiere spielten, gaben ihr Bestes. Sie stöhnten, schrieen um Hilfe, riefen nach ihren Liebsten, „Anna, wo ist Anna“. Die 30 Schwerverletzten waren für diese Rolle sogar geschult worden, sie wussten ganz genau, wie sich Menschen bei entsprechenden Verletzungen verhalten. Die Notärzte und Feuerwehrleute hatten ihre Mühe, die Unfallpassagiere nach dem Grad ihrer Verletzung einzuteilen – rot für schwerverletzt, gelb für weniger schwer, grün für unverletzt.

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Ein Notfallseelsorger für die Traumatisierten

Die Unverletzten verließen den Unfallplatz auch recht bald – sie wurden per Bus zum Betreuungsplatz in der Turnhalle der Gesamtschule Wanne-Eickel gebracht, wo 100 Feldbetten aufgebaut wurden. Das Aufbauen der Feldbetten ist durch ASB, Johanniter und Malteser mit Unterstützung des THW erfolgt. ASB, Johanniter und Malteser haben den Betreuungsplatz errichtet und sich dort zusammen mit der Notfallseelsorge um die betroffenen Personen des simulierten Zugunglücks gekümmert.

 

ASB, Johanniter und Malteser errichteten mit viel Engagement den Betreuungsplatz.

ASB, Johanniter und Malteser errichteten mit viel Engagement den Betreuungsplatz.

Die Verpflegungsausgabe ist durch Malteser und THW durchgeführt worden. Die Traumatisierten bekamen einen Seelsorger an die Seite gestellt. Für die Verletzten baute die Behandlungsplatzbereitschaft Bochum / Herne einen Behandlungsplatz auf, eine Art Lazarett, in dem die Verletzten medizinisch versorgt werden. Dieser gemeinsame Behandlungsplatz ist Bestandteil des Landeskonzeptes NRW – und darum ging es hier auch vor allem, darum diese Zusammenarbeit zu überprüfen. Und dann tratt der Patiententransportzug aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis der Kräfte vor Ort in Aktion. Die Fahrzeuge aus de EN-Kreis transportierten die Passagiere in die Krankenhäuser, wobei das nur siuliert war, denn in Wahrheit landeten sie auch in der Turnhalle an der Stöckstraße.

Zahlreiche Übungsgäste verfolgten die Feuerwehrübung, unter anderem auch Feuerwehrdezernent Johannes Chudziak, auch die Medien berichteten umfangreich über das „Spektakel“.

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