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Feiner Sand aus Bodenaushub

Firma Bodenmanagement Rhein-Herne GmbH gegründet

Sie schaufeln den feinen Sand um: Dr. Dirk Waider (Vorstand Gelsenwasser AG), Andreas Krause (Geschäftsführer bmrh), Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister Stadt Herne), Daniel Nienhaus (Geschäftsführer bmrh), Ulrich Koch (Vorstand Stadtwerke Herne AG), Henning Deters (Vorstand Gelsenwasser AG). ©Stadt Herne, Horst Martens Sie schaufeln den feinen Sand um: Dr. Dirk Waider (Vorstand Gelsenwasser AG), Andreas Krause (Geschäftsführer bmrh), Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister Stadt Herne), Daniel Nienhaus (Geschäftsführer bmrh), Ulrich Koch (Vorstand Stadtwerke Herne AG), Henning Deters (Vorstand Gelsenwasser AG). ©Stadt Herne, Horst Martens

Auf den Baustellen von Gelsenwasser und Stadtwerke Herne fallen jährlich mehrere tausend Tonnen Bodenaushub an. Material, das auf weiten Wegen entsorgt werden musste. Damit ist Schluss. Die beiden Unternehmen spinnen aus Stroh Gold oder konkret ausgedrückt: Sie bereiten den Boden zu feinstem Sand auf.

  • Gäste bei der Vorstellung der neuen Firma. ©Horst Martens, Stadt Herne

Aus diesem Grund gründeten sie die Firma Bodenmanagement Rhein-Herne GmbH (bmrh), die nun mit einer offiziellen Eröffnung ihren Betrieb aufnahm. In einer riesigen Siebmaschine wird das Feine vom Groben getrennt. „Die Siebanlage wurde extra für uns angepasst“, erläutert Daniel Nienhaus von Gelsenwasser, der zusammen mit Andreas Krause von den Stadtwerken die Gesellschaft leitet. „Sie bereitet nun vierzig Tonnen Aushub in der Stunde auf, insgesamt sind es rund 60.000 Tonnen im Jahr. Zusammen werden wir künftig noch nachhaltiger arbeiten.“

Sinnvoller Kreislauf

Mit Hilfe der neuen Siebmaschine kann der anfallende Aushub zukünftig fein gesiebt werden, sodass er keine Bestandteile wie Steinchen mehr enthält, die die Leitungen beschädigen könnten. „Die Gräben mit den Versorgungsleitungen können dadurch wieder mit dem gleichen, zuvor gesiebten Sand gefüllt werden. Ein sinnvoller Kreislauf, der durch seine Nachhaltigkeit überzeugt“, ist Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda begeistert. „Gerade in Hinblick auf die steigenden Kosten für Sand als Rohstoff ist die ‚Recycling-Idee‘ selbstverständlich auch eine kostensparende Lösung. Darüber hinaus fallen weniger Transportwege an, was sehr gut zu unserem städtischen Leitmotiv einer grünen Infrastruktur passt. Grüne Logistik, Klimaschutz und Ressourceneffizienz sind Faktoren, die Städte zukunftsfähig machen“, so der Oberbürgermeister weiter.

Als Subunternehmer betreiben die Recycling-Profis der BAV Aufbereitung GmbH die Anlage an der Hertener Straße. Bis zu 60 Prozent des Erdaushubs können zukünftig wiederverwertet werden statt auf der Deponie zu landen. Außerdem werden Transportwege gespart: Beim Abladen des Aushubs wird nun der neue Sand sofort wieder aufgeladen.