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Gedenktafel erinnert an Johann „Hännes“ Adamik

SV Sodingen

Steht vor der Gedenktafel, die an seinen Vater erinnert: Hans-Jürgen Adamik. Foto: Michael Paternoga, Stadt Herne

Die Straße, die zum Stadion des SV Sodingen führt, trägt bereits seinen Namen: Nun erinnert auf dem Vereinsgelände auch noch eine Gedenktafel an das Wirken von Johann „Hännes“ Adamik.

Die Tafel, die kurz vor der Eröffnung des Cranger Kirmes-Cups der Öffentlichkeit im Beisein von Bezirksbürgermeister Mathias Grunert und dem SSV-Geschäftsführer Paul Winger vorgestellt wurde, innert insbesondere an die Gedächtnisläufe, die die Sodinger Fußballlegende zusammen mit den Jugendspielern des SV Sodingen unternahm. „Bis 1950 habe ich an den Gedächtnisläufen bis zur Bergmannsbuche im Gysenberg teilgenommen, die an die katastrophale Schlagwetterexplosion im Jahr 1921 auf der Zeche Mont-Cenis mit 85 verunglückten Bergleuten erinnert“, erklärte Reinhold Krohm (85).

  • Präsentierten die Gedenktafel (v.l.): Paul Winger, Reinhold Krohm, Hans-Jürgen Adamik und Bezirksbürgermeister Mathias Grunert. © Michael Paternoga, Stadt Herne

67 Jahre später war er es, der die Gedenktafel spendete und dem Verein übergab. „Der Gedächtnislauf war kein Wettrennen, sondern erfolgte zu Beginn des Trainings in einer geschlossenen Gruppe der beiden Jugendmannschaften vom alten Sportplatz des SV Sodingen an der Mont-Cenis-Straße durch das Ostbachtal, am Mühlenteich und Forsthaus vorbei, hinein in den Gysenberg. Dann bergab bis zur Gerther Spitzkehre und von dort in einer langen Schleife bis zur Gedenkstäte Bergmannsbuche, wo wir kurz in Gedenken an die verunglückten Kumpel verschnauften.“ Nach mehrfacher Restaurierung ist auch ebenerdige Marienstock neben der Buche mit der Heiligen Barbara für viele wieder vertrautes Bild im Gysenberg.

Krohm dankte dem Verein und insbesondere Paul Winger für das Anbringen der Gedenktafel. Gleichzeitig würde er sich wünschen, dass der SVS die Tradition pflegt und in Erinnerung an Hännes Adamik mit dem Nachwuchsspielern zur Stärkung der Ausdauer wieder Waldläufe mit Start von der Gedenktafel am Holzplatz unternimmt. Gegen diese Trainingseinheiten hätte sicherlich auch Hans-Jürgen Adamik nichts einzuwenden. Der Sohn des legendären Spielers ließ es sich nicht nehmen und nahm ebenfalls an der Zeremonie teil. Schließlich war es sein Vater, der die Gedenkstätte wieder zu einem Ort in der Besinnung werden ließ.