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Herne ist Fairtrade-Town

Rezertifizierung gelungen

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda nimmt die Urkunde entgegen. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Zum dritten Mal in Folge hat die Stadt Herne den Titel Fair-Trade-Town erreicht. Der Verein TransFair zeichnet damit Städte aus, die sich besonders für Fairen Handel einsetzen. 2011 war Herne als weltweit 1000. Stadt ausgezeichnet worden und wurde nun zum zweiten Mal re-zertifiziert.

  • Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum Herne überreicht die Urkunde an Dr. Frank Dudda. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Alle Kriterien erfüllt

„Wir freuen uns, dass wir alle fünf Kriterien erfüllen konnten“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, als er am Montag, dem 13. November 2017, die Urkunde für die Stadt Herne entgegen nahm. „Herne will Haltung zeigen und Verantwortung übernehmen für die Welt“, so Dr. Dudda. Das tut die Stadt nun schon seit sechs Jahren und darf mindestens weitere zwei Jahre den Titel führen. „Ich freue mich, dass die Initiative getragen wird von einem breiten Bündnis aus Politik und Gesellschaft“, fuhr der Oberbürgermeister fort.

Die ganze Stadt wird einbezogen

Dass die Stadtgesellschaft hinter der Initiative steht, zeigte sich auch bei der Verleihung der Urkunde: Vertreter der Politik, der Kirchen, von Umweltverbänden, der Stadtverwaltung und aus dem Einzelhandel waren dabei, als Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum Herne die Auszeichnung überreichte. Ohne diese Unterstützung wäre der Titel auch nicht zu erreichen gewesen, denn die Kriterien für eine Fairtrade-Town beziehen sich auf das gesamte städtische Leben: Der Oberbürgermeister und der Rat der Stadt Herne trinken bei ihren Sitzungen fairen Kaffee und halten die Unterstützung für fairen Handel in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten in der Stadt, lokale Einzelhändler und Gastronomen bieten entsprechende Produkte an, die Gesellschaft leistet Bildungsarbeit zu diesem Thema und die lokalen Medien berichten darüber. Dr. Dudda lobte das hohe Niveau der Produkte und die Partnerschaft auf Augenhöhe mit dem Eine-Welt-Zentrum und anderen Akteuren. Aus dieser Zusammenarbeit würden immer neue Ideen entstehen, die das Thema Fairen Handel in die Stadt tragen würden.

Immer mehr Unterstützung für fairen Handel

„Der erste Titel war der schwierigste. Inzwischen gibt es einen Aufschwung von Fairtrade im Handel, das Angebot ist immer größer geworden“, beobachtete Heißler. Deutlich länger würde es dauern, Gastronomen zur Teilnahme zu bewegen. Derzeit würden 17 Betriebe mitmachen, die jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte verwenden. Aber nicht nur Geschäfte und Lokale können den Titel erwerben. Die Awo-Kita Fabio ist zur ersten Herner Fairtrade-Kita ausgezeichnet worden. Weitere Kitas sind mit dem Eine-Welt-Zentrum im Gespräch. „Jetzt suchen wir noch die erste Herner Fairtrade-Schule“, skizzierte Heißler seine Zukunftspläne. Er zeigte sich zuversichtlich, dieses Ziel bis zur nächsten Re-Zertifizierung zu erreichen.

Nina-Maria Haupt