Newsticker

Hernes älteste Wohnungsgenossenschaft wird 90

Einweihung Strünkeder Höfe

Die Strünkeder Höfe waren voll mit Gästen. © Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Vier neue, moderne Wohnhäuser präsentierte die Wohnungsgenossenschaft Herne Süd, kurz WHS, zu ihrem 90. Geburtstag. Die Strünkeder Höfe wurden genau auf dem Gelände gebaut, wo die Genossenschaft im Jahr 1927 ihre ersten beiden Häuser mit zehn Wohnungen errichtet hatte. Am Freitag, 12. Mai 2017, lud die WHS in die Jobststraße zum Geburtstagsfest ein.

  • WHS-Vorstand Klaus Karger begrüßt die Gäste bei der Einweihung der Strünkeder Höfe. ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

„Balkone und Terrassen statt Wäschestangen und Kohlerutsche“, so beschreibt Ellen Bobe-Kemper, die Vorsitzende des Aufsichtsrates der WHS die neuen Mietwohnungen der Strünkeder Höfe. „Bei der Planung haben wir uns gefragt: Wo kommen wir her? Was macht uns aus und wie können wir das weiter entwickeln?“ Der Bedarf an preiswertem Wohnraum sei 1927 jedenfalls genauso groß gewesen wie heute. Deswegen traten auch direkt am Tag der Gründung schon die ersten 112 Mitglieder bei. Und auch im Neubau waren die Wohnungen schnell vermietet.

Nur Firmen aus der Region
„Sie haben einen wunderbaren Ort des Lebens geschaffen“, lobt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Strünkeder Höfe. Baukau sei ein emsiger Stadtteil voll prallem Leben, in dem gerade besonders viel gebaut werde. Allein auf der Baustelle der WHS waren rund 400 Menschen im Einsatz, 38 Baufirmen und 14 Ingenieurbüros aus der Region waren beauftragt. „Das ist ein wichtiges Bekenntnis zu unserer Stadt“, so Dr. Dudda.

Günstiges Wohnen als Herausforderung
Auch Klaus Karger, Vorstand der WHS, zeigte sich angetan von den vier Häusern: „Wir wollten ein Leuchtturmprojekt schaffen. Und wir haben dabei den Kostenrahmen von insgesamt zwölf Millionen Euro eingehalten.“ Eine besondere Herausforderung sei es gewesen, trotz steigender Baukosten in den vergangenen Jahren bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Dabei sind wir von der Stadtverwaltung sehr unterstützt worden.“
Denn Wohnen, das machte auch der Oberbürgermeister klar, ist heute ein genauso großes Thema wie 1927. „Damals gab es viele rasch wachsende Industriestädte mit all ihrem Problemen. Die Wohnungsgenossenschaften bildeten ein Gegengewicht zu Willkür und steigenden Mietpreisen.“

Nina-Maria Haupt