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„Heute schlägt das Herz aller Kirmesfans in Crange“

Cranger Kirmes

Eine prall gefüllte Bayernfesthalle, ein perfekter Fassanstich und ein Jürgen Drews in Hochform: Es waren die Zutaten, die den Start der 580. Cranger Kirmes zu einem besonderen Erlebnis werden ließ.

„Piel op no Crange“, rief Oberbürgermeister Horst Schiereck den jubelnden Menschen entgegen, nachdem er gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek das erste Fass anschlug. „Jetzt beginnt die schönste Zeit in unserer Stadt, heute schlägt das Herz aller Kirmesfans hier in Crange“, machte der OB Lust auf mehr. Und mehr wird es geben. In den nächsten zehn Tagen herrscht wieder Ausnahmezustand rund um Crange beim größten Volksfest in Nordrhein-Westfalen.

  • Impressionen von der Cranger Kirmeseröffnung

Statt Tränen fließt der Schweiß

Schon der traditionelle Einzug der Bergmannskapelle mit dem Steigerlied und den vielen Fahnenabordnungen der Schaustellerverbände war Emotion pur. „Wem hier nicht die Tränen kommen, hat doch kein Herz“, fasste eine echte Wanne-Eickelerin ihre Gefühlslage in Worte. Tränen flossen zwar weniger, dafür der Schweiß umso mehr. Bei gefühlten Saunatemperaturen gab es kaum einen Tischnachbarn, der nicht zum Fächer griff, oder etwas Greifbares in seiner Nähe zu einem Fächer umfunktionierte.

  • Impressionen von der Cranger Kirmeseröffnung

 

  • Impressionen von der Cranger Kirmeseröffnung

Groschek: „Flitterwochen auf Crange, diese Ehe hält ewig“

Das galt auch für die vielen Ehrengäste, die OB Schiereck zum Start der 580. Auflage begrüßte, darunter sogar ein Brautpaar, das sich am gleichen Tag das Jawort gab. „Flitterwochen auf Crange, schöner geht nicht, diese Ehe hält ewig“, war sich Michael Groschek sicher und fügte hinzu: „Die Cranger Kirmes ist nicht nur unsere schönste und größte Kirmes, sie ist unsere Gute-Laune-Olympiade. Herzlichen Glückwunsch allen Olympia-Teilnehmern.“ Olympische Spiele finden allerdings nur alle vier Jahre statt. Nur gut, dass das nicht für Crange gilt. Sonst müsste man auf die Stargäste wie „VoXXclub“ einfach zu lange warten. Mit einem „Servus Wanne-Eickel, wo sind eure Hände“, stürmten die Sänger auf die Bühne.

„VoXXclub“ mit 15 Zugaben im Gepäck

Die fünf Musiker passten mit ihren Lederhosen optimal ins Ambiente der Bayernfesthalle, drohten allerdings schon nach drei Songs mit ihrem letzten Lied. Zum Glück war das nicht ernst gemeint. Denn: „Wir haben danach noch 15 Zugaben im Gepäck.“ Vor allem das weibliche Publikum sparte nicht mit Applaus als es Hits wie „Juchee auf der hohen Alm“ oder „Ziwui“ zu hören gab. Nach einer wirklichen Zugabe – „Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht“ – verabschiedeten sich die fünf Männer von der Bühne in Crange und überließen nach einer dreiviertel Stunde Jürgen Drews das Feld.

Beim „Bett im Kornfeld“ steht die ganze Festhalle

Der Moderator griff zum Schluss der Eröffnungsveranstaltung noch einmal selber zum Mikrofon und zeigte, dass er auch mit 70 Jahren eine Festhalle locker zum Kochen bringt. Beim großen Finale gab es kein Halten mehr, kaum ein Besucher blieb auf seinem Stuhl sitzen als Drews „Ein Bett im Kornfeld“ anstimmte. Dabei wäre der König von Mallorca zwischendurch am liebsten in den Flieger gestiegen. „Ich will jetzt nach Mallorca, da ist es nicht so warm …“