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KiJuPa will in Herne Bäume pflanzen

„Stop talking start Planting“

Die Kinder des KiJuPa lernen etwas über Bäume. ©KiJuPa, Stadt Herne

Bäume pflanzen statt Reden halten, das haben sich 39 Mitglieder des Herner Kinder- und Jugendparlaments KiJuPa vorgenommen. Sie schließen sich der Kampagne „Stop talking, start planting“ der weltweit tätigen Organisation Plant for the Planet an. Die Herner Kinder wollen in ihrer Stadt Bäume pflanzen.

Wie das geht und wie sie die Umwelt sonst schützen können, das haben die Jungparlamentarier am Samstag, 17. März 2018 im Haus der Natur gelernt. Gemeinsam mit bereits ausgebildeten Klimabotschaftern von Plant for the Planet haben sie über den Klimawandel, den CO2 Ausstoß und eine relativ einfache Lösung zur Bekämpfung der Treibhausproblematik gesprochen: Das Pflanzen von Bäumen. Das Thema haben sich die Jungen und Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren selbst ausgesucht. In Sitzungen des KiJuPa diskutieren sie, was ihnen wichtig ist und was sie in Herne verbessern wollen.

  • Die Kinder bekamen Zertifikate und Stofftaschen – und jede Menge Infos. ©KiJuPa, Stadt Herne

30 neue Bäume für Herne

Im April wollen sie in Herne 30 neue Bäume pflanzen, zuvor müssen die Kinder aus dem KiJuPa allerdings erst eine Fortbildung, die sogenannte Akademie, zum Klimaschutzbeauftragten belegen. „Seit Beginn von Plant for the Planet gab es ca. 30 Akademien in NRW. Damit konnten bisher weltweit 67.000 Botschafter in 1147 Akademien in 66 Ländern der Welt ausgebildet werden“, so Maximilian Schmid von Plant for the Planet.

Kinder gründen einen Club zum Bäume pflanzen

Die Aktion hat den Kindern nicht nur jede Menge Spaß gemacht, sondern auch Fakten vermittelt: „Ich habe gelernt was CO2 ist. Das sind zum Beispiel Abgase“, sagt Ceylin. „Ich habe gelernt, dass wir den CO2 Ausstoß senken müssen, weil ansonsten die Ozonschicht zerstört wird. Und ich habe gelernt, dass Bäume pflanzen hilft, weil sie aus CO2 Sauerstoff produzieren“, sagt Sophia. „Wir haben uns zuerst einen Vortrag angehört, wo auf der Welt der CO2 Ausstoß am höchsten ist. Danach haben wir uns angesehen, welche Länder am meisten produzieren und wo am meisten Menschen wohnen“, so Emil. „Ich werde bald in meinem Garten einen Baum pflanzen und ich werde nicht mehr so viele Plastikbecher benutzen“, hat sich Ceylin vorgenommen. Außerdem haben einige Mitglieder einen Club gegründet, in dem man Bäume pflanzen kann und sich um die Umwelt kümmert. Die junge Emma-Sophie hat eine Plant-for-the-Planet-Gruppe in Herne gegründet. „Wir wollen die Leute motivieren Bäume zu pflanzen. Bis jetzt sind wir drei Mitglieder und wollen dieses Jahr noch 20 Mitglieder in unserem Club bekommen“.

Damit folgen sie dem Beispiel von Felix Finkbeiner aus Bayern. Der damals Neunjährige hat am Ende eines Referats gefordert: „Lasst uns in jedem Land dieser Welt eine Million Bäume pflanzen!“ Dieses Ziel ist mittlerweile korrigiert. Bis 2020 sollen weltweit 1.000 Milliarden Bäume gepflanzt werden und die „Billion Tree Campaign“ läuft. Bisher wurden bereits 15 Milliarden Bäume mit Hilfe vieler Erwachsener in 193 Ländern gepflanzt. Dieses Vorhaben haben sich die Mitglieder des KiJuPa vorgenommen und nehmen nun an der weltweiten Kampagne teil.

Armin Kurpanik