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„komm auf Tour“ – Das Stärken-Navi für Jugendliche

Berufsorientierung und Lebensplanung

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, startet zum sechsten Mal in Herne das erfolgreiche Projekt zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Gesamt-, Real-, Haupt- und Förderschulen. Vom 9. bis 11. Oktober entdecken rund 500 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen in Herne spielerisch ihre Stärken und verbinden diese mit für sie passenden Berufsfeldern.

„komm auf Tour“ ist ein Angebot der Stadt Herne, Koordinierungsstelle der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“, der Agentur für Arbeit Bochum, Geschäftsstelle Herne und der RAG-Stiftung. Die Umsetzung erfolgt in enger Kooperation mit zahlreichen regionalen Institutionen der Berufsorientierung und Lebensplanung. Herne, 9. Oktober 2018 – „Ich hätte nicht gedacht, dass ich auch diese Stärken habe“, zeigt sich der 14-jährige Lukas (Name geändert) überrascht. Von anderen eine Rückmeldung zu den eigenen Stärken zu bekommen und sich auch selbst einzuschätzen, ist die zentrale Aufgabe im Erlebnisparcours „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“.

  • Impressionen zu „komm auf tour“, spielerisch die eigenen Stärken erkunden. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Zwei Stunden lang sind die Jugendlichen eingeladen, an vier Spielstationen die für sie spannendsten Aufgaben auszuwählen. Während Marie mit Yasemin und Jannik (Namen geändert) in der Station „Sturmfreie Bude“ den Küchenabfluss reparieren und das Bett in Ordnung bringen, läuft auf der „Bühne“ die spontan improvisierte Szene „Ein starkes Team“. Im „Labyrinth“ versuchen derweil zwei Jugendliche mit verbundenen Augen ihren eigenen Weg zu finden. Zeitgleich geht es im „Zeittunnel“ um Rollenbilder von Frauen und Männern und Chancengerechtigkeit.

Beim Lösen der Aufgaben sammeln die Jugendlichen bis zu sieben verschiedene Stärken. Zum Abschluss entscheiden sie an spannenden Stärkeschränken, welche ihrer Stärken sie am meisten interessiert. Sie erfahren hier auch, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen. Lukas hat sich entschieden, dass er in seinem nächsten Praktikum nicht seine ihm schon bekannte Stärke „Meine Ordnung“ sondern seinen neu entdeckten „tierisch-grünen Daumen“ ausprobieren möchte.

  • Pressegespräch zu „komm auf tour“ vor dem Stadtteilzentrum Pluto. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Neben den ersten Schritten zum passenden Beruf geht es bei „komm auf Tour“ auch um das Finden des eigenen Lebenswegs. „Wie will ich später einmal leben – was ist wie möglich?“ ist die Frage, die sich die Jugendlichen im „Zeittunnel“ stellen. „Jeder Mensch hat unterschiedliche Stärken und eigene Lebensträume. Finde heraus, was zu Dir passt und geh deinen Weg.“, lautet die Botschaft, die die Jugendlichen für sich mitnehmen. Für den Fall, dass sie im Leben einmal nicht mehr weiter wissen, entdecken die Jugendlichen am „Hot Spot“, wo sie Hilfe und Unterstützung in ihrer Stadt bekommen.
Auch die Ansprechpersonen der Jugendlichen sind bei „komm auf Tour“ eingebunden: Die Eltern in einem Informationsabend, die Lehrkräfte in einer Fortbildung, Mitarbeitende von Beratungsstellen als Parcoursbegleitungen für die Jugendlichen und die regionalen Akteurinnen und Akteure in die Planung der nächsten Schritte zur Berufsorientierung und Lebensplanung.