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Leuchtturm von Gospelprojekt-Ruhr wird konkreter

Karl-Erivan Haub, Christa Merle und OB Dudda stellen detailliertere Pläne vor

So etwa könnte das Gospelprojekt-Zentrum aussehen. So etwa könnte das Gospelprojekt-Zentrum aussehen.

Die Pläne von Gospelprojekt Ruhr für ein großes, ins ganze Ruhrgebiet strahlende Zentrum nehmen konkretere Gestalt an. Tengelmann-Gesellschafter Karl-Erivan Haub, Gospel-Projekt-Chefin Christa Merle und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda stellten weitergehende Ideen im Kulturzentrum vor.

Wie groß die Strahlkraft des Gospelprojekts ist, zeigen aktuell die fünf Weihnachtskonzerte am Wochenende. 14 Tage nach Start des Ticketverkaufs gab es keine Karten mehr. Gut 200.000 Besucher hat der 2001 geründete Verein begeistert, mehrere tausend Kinder und Jungendliche sind von der Einrichtung, die einen christlichen Hintergrund hat, geformt worden. Weil der Erfolg und die Nachfrage so groß ist, soll was Großes her. „Das Gebäude der ehemaligen Dannekampschule ist zu klein“, sagte Karl-Erivan Haub. Der Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann stieß 2007 zum Gospel-Projekt und gründete einen Förderverein.

Siehe auch Foto-Bericht über das Weihnachtskonzert von Gospelprojekt Ruhr

„Leuchtturm in der Kategorie Zollverein“

Gospelprojekt-Chefin Christa Merle, Förderer Karl-Erivan Haub, Lothar Przybyl (Büro OB), Bürgermeister Erich Leichner und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sprechen über die Zukunft des Zentrums. ©Stadt Herne, Horst Martens

Gospelprojekt-Chefin Christa Merle, Förderer Karl-Erivan Haub, Lothar Przybyl (Büro OB), Bürgermeister Erich Leichner und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sprechen über die Zukunft des Zentrums. ©Stadt Herne, Horst Martens

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda beschrieb den geplanten Bau eines großen Zentrums als „ein Leuchtturmprojekt in der Kategorie Zollverein oder des Anneliese-Brost-Musikzentrums, bedeutsam für das ganze Ruhrgebiet“. Zum Stand der Planung sagte er: „Wir haben ein Letter of Intend unterschrieben, der uns dazu verpflichtet, in die Tiefen der Grundstückssuche zu gehen. Im Februar oder März sind wir so weit, dass wir dazu was sagen können.“ In einem Jahr solle ein Bauantrag eingereicht werden. Die Baugenehmigung werde für 2019 angestrebt. Dr. Frank Dudda zeigte sich begeistert: „Das Projekt ist so gut, dass es die Stadt nach vorne bringt. Die Chemie ist gut, das ist wichtig für ein Großprojekt dieser Art. Frau Merle ist die Triebfeder, ihr gebührt Dank.“

Siehe auch unsere Titelgeschichte zu Gospelprojekt-Ruhr und das Zentrum

Das Zentrum soll was hermachen

Ähnlich optimistisch äußerte sich auch Karl-Erivan Haub: „Wir spüren geradezu den Wunsch der Stadt Herne, das Projekt hier zu realisieren, am Ort, wo es entstanden ist. Die Idee war, im Ruhrgebiet etwas fürs Ruhrgebiet zu schaffen.“ Das Gospelprojekt sei ein Multivorhaben – ein Kultur-, Integrations- und gleichzeitig Bildungsprojekt. Christa Merle hatte zuvor einen grafischen Entwurf an die Wand projiziert. Dazu Haub: „Ob es so ein Gebäude ist wie abgebildet, sei dahin gestellt. Man hat jetzt eine Vorstellung, dass es nicht ein kleines, viereckiges Gebäude wird. Es soll ja was hermachen.“

Sponsoren gesucht

Für das Zentrum werden Investitionskosten in zweistelliger Millionenhöhe veranschlagt, konkreter wollte sich Haub nicht äußern. Es soll sich auf zwei Hektar ausbreiten, wird aber nicht als Ganzes verwirklicht, sondern in zwei bis drei Schritten. Die Architekten stehen noch nicht fest, sie sollen möglichst aus der Region kommen. Das Vorhaben soll auf mehreren Schultern ruhen: „Es soll nicht das Projekt eines Einzelnen sein“, unterstrich Haub. „Mein Wunsch: soviel Eigenleistung wie möglich“. Es werden also Sponsoren gesucht! Die finanzielle Unterstützung wird über eine Stiftung geregelt. Über seinen eigenen finanziellen Einsatz sagte Haub: „Ich selbst werde das beisteuern, was notwendig ist.“ Unter das Zentrum-Dach kommt übrigens auch ein soziales Kaufhaus, das vom Deutschen Roten Kreuz verwirklicht werden soll.

Horst Martens