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Ometepe: Unterstützung für Kleinbauern und Studentin

Partenerinsel

© Dr. Alvarado Alvarez

Glückwunsch: Einen runden Geburtstag feiert in diesem Jahr die Partnerschaft der Stadt Herne mit der Insel Ometepe. Seit 30 Jahren gibt es Menschen, die sich für die Bewohner in Nicaragua einsetzen. Es sind Menschen wie Reinhard Schemberg oder das Ehepaar Irmhild und Siegmund Aichelmann.

Sie unterstützen mit einer Geldspende Projekte auf Ometepe, die ohne das Engagement aus Herne vor Ort kaum umzusetzen wären. Das betonten bei einem Besuch im Herner Rathaus auch noch einmal Udo Jakat und Josef Stromberg, die als Mitglieder im Partnerschaftsverein die Sektion Ometepe betreuen: „Wir können uns bei den dreien nur bedanken, ohne solche Spenden könnten wir den Campesinos auf der Insel nicht helfen.“ Campesinos sind die Kleinbauern. Auf der Insel werden sie mit Kleinstkrediten von der Kreditgenossenschaft EICAO versorgt. Damit das auch in Zukunft möglich ist, „haben wir eine Aufstockung des Kapitals beantragt“, betonte Stromberg. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Initiative Engagement Global, mit deren Unterstützung insgesamt 22.300 Euro an Fördermitteln für die Kapitalaufstockung abgerufen werden konnten. Von diesem Betrag muss ein Eigenanteil von 2.300 Euro übernommen werden. Mit Unterstützung des Ehepaares Aichelmann und weiteren Spendern – unter anderem der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – wurden die 2.300 Euro aufgebracht. „Bei so einer Sache engagieren wir uns gerne, hier wissen wir, wo das Geld ankommt“, erklärte das Ehepaar, das bereits in der Vergangenheit weitere Projekte auf Ometepe begleitete.

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Setzen sich für Ometepe ein (v.l.): Reinhard Schemberg, Udo Jakat, Irmhild Aichelmann, Josef Stromberg und Siegmund Aichelmann. Foto: Michael Paternoga, Stadt Herne

Nicht zum ersten Mal ist auch Reinhard Schemberg auf der Insel im Nicaraguasee in Aktion getreten. Der Herner finanziert einer 18-Jährigen auf Ometepe ein Stipendium. Fünf Jahre lang kann die Abiturientin nun Erweiterte Krankenpflege studieren. Die anfallenden Kosten von 50 US-Dollar monatlich hat Schemberg bereits komplett zur Verfügung gestellt – also 3000 US-Dollar. „Ich habe schon in Belgorod zwei russische Patenkinder viele Jahre unterstützt, nach 20 Jahren gibt es immer noch Kontakt per E-Mail.“ Einen Austausch würde er sich auch mit der Studentin wünschen. „Vielleicht informiert sie mich ja regelmäßig darüber, wie gerade ihr Studium verläuft“, erklärt Schemberg und fügt hinzu: „Auf Ometepe hapert es schon bei den Grundbedürfnissen der Menschen. Und auch Bildung ist ein Grundbedürfnis.“ Inzwischen finanziert die Sektion Ometepe sechs Stipendien. Udo Jakat und Josef Stromberg hätten sicherlich nichts dagegen, wenn im Jubiläumsjahr noch weitere hinzukommen würden.