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Renegade mit drei Premieren in Bochum

Tanz Bochum Tanz: Renegade und Pottporus gestalten Festival

Aus dem Tanzstück Aus dem Tanzstück "Baslama" von Renegade. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne.

Das Tanz-Festival „Tanz Bochum tanz“ zeigt, wie umfangreich das Herner Ensemble „Renegade“ und der Verein „Pottporus“ die Bochumer urbane Tanz-Szene prägen.

Vom 24. März bis 13. April kann das Publikum unter mehr als 20 Veranstaltungen im Schauspielhaus oder in der „Zeche 1“ wählen. Das Festival steht unter dem Motto „Sieben Jahre Renegade in Residence“. Im Rückblick werden erfolgreiche Produktionen wie „Ruhrort“, „Einer flog übers Kuckucksnest“ oder „Basmala“ noch einmal aufgeführt. Aber auch zukunftsweisende Premieren bzw. Uraufführungen stehen im Programm wie die „urbane Odysee“ „RAPsody“ unter der Regie von Neco Çelik (Fr. 24.3., 20 Uhr, Schauspielhaus), „Grandeur Morte“ von Anouk Origna und Freddy Houndekindo sowie „Robozee vs. Sacre“ von Robozee.

Tanz Bochum Tanz – Programm

  • Pressegespräch zum Tanzfestival im „Tana’s“, in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Seit sieben Jahren begeistern die urbanen Tänzer des Herner Ensembles das regionale Publikum ebenso wie die internationale Szene. Das Schauspielhaus und Pottporus/Renegade wollen ihre ungewöhnliche Kooperation feiern. „Die Zusammenarbeit war wunderbar und sehr fruchtbar“, sagt Interimsintendant Stephan
Wasenauer, „fünf Produktionen sind in dieser Zeit entstanden, das ist beachtlich.“

Wie wichtig ist den Bochummern der urbane Tanz?

Pottporus-Chef Zekai Fenerci ging es um das Mehr: „Wir wollten nicht nur Stücke auf die Bühne bringen, wir wollten eine Entwicklung vorantreiben.“ Urbaner Tanz sollte in den Köpfen der Menschen verankert werden. Das Experiment sei gelungen. Mit dem Festival wolle man „einen Zwischenstopp“ einlegen, um zu zeigen: „Das ist bisher passiert.“ Kulturpolitisch ginge es um die Frage: „Wie wichtig ist den Bochumer Bürgern der urbane Tanz?“

Für Herne bleibt noch sehr viel

Wenn die Herner Tanzcompagnie sich so stark in Bochum engagiert, was bleibt da noch für Herne? „Sehr viel“, grinst Fenerci. „Wir machen nicht nur alle zwei Jahre das Urban Street Art Festival und das Hip Yo-Festival, wir haben auch die Wiederbelebung des Alten Wartesaals angestoßen. Und wir suchen immer weiter nach Möglichkeiten, wie man Renegade stärker in Herne verankert.“ Auch Kama Frankl, aus der Herner Tanzszene durch ihre hervorragende Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken, ist in Bochum ebenfalls eine bekannte Größe. Sie ist beim Festival mit Mitmachaktionen wie „Flashmob“ vor dem Schauspielhaus und mit einer Darbietung ihres „Ensample“ vertreten. Herne scheint im urbanen Tanz das künstlerisch-kreative Labor für das Bochumer Schauspielhaus zu sein.

Horst Martens