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Schiedsrichter-Ausbildung startet

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Tauscht in der nächsten Saison die Fahne gegen die Pfeife bei seinen Einsätzen in der Regionalliga West: Fußball-Schiedsrichter Selim Erk | Foto: David Hennig. Tauscht in der nächsten Saison die Fahne gegen die Pfeife bei seinen Einsätzen in der Regionalliga West: Fußball-Schiedsrichter Selim Erk | Foto: David Hennig.

Der Kreis Herne/Castrop-Rauxel bildet Ende September wieder neue Schiedsrichter aus. Dabei setzen die Ausbilder auf ein neues Ausbildungskonzept, das den Start in die Praxis vereinfachen und die Qualität der ausgebildeten Unparteiischen erhöhen soll.

In einer Pressemitteilung heißt es: Insgesamt sechs Stunden länger müssen die angehenden Schiedsrichter des am 29. September beginnenden Lehrgangs „pauken“, bis sie den begehrten Schiedsrichter-Ausweis in den Händen halten dürfen. Aber es lohnt sich. „Unser Lehrgangskonzept anzupassen, ist ein längst überfälliger Schritt“, erklärt Lehrwart David Hennig. „Die rein frontale Vermittlung der Inhalte ist überholt, das haben die letzten Jahre gezeigt.“ Zu komplex und umfangreich ist das Regelwissen, das die Neu-Schiedsrichter in kürzester Zeit erwerben sollen. Neben der notwendigen Theorie setzt der Kreis fortan stärker auf Videomaterial, Rollenspiele und kooperative Lernformen, um sich das nötige Rüstzeug für das Pfeifen von Fußballspielen anzueignen. „Wir kommen damit sowohl den Teilnehmern, die eine intensivere und praxisnähere Ausbildung erhalten, als auch den Vereinen, die sich über besser qualifizierte Schiedsrichter freuen können, entgegen“, ist Boris Bejmowicz, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, überzeugt.

„Die Teilnehmer sollten Spaß und Interesse am Fußball haben“

Lehrwart und Vorsitzender wissen, dass das Hobby „Schiedsrichter“ nicht immer ein leichtes ist. Dennoch bringt es die Ausübenden gerade persönlich weiter: Neben der sozialen Kompetenz werden auch kommunikative und charakterliche Eigenschaften entwickelt und geschärft, die auch im Schul- und Berufsleben nützlich sein können. Deswegen appellieren sie an die Vereine, fähige und selbstbewusste Teilnehmer für den Lehrgang zu melden. „Die Teilnehmer sollten Spaß und Interesse am Fußball haben, zuverlässig und verantwortungsbewusst sowie entsprechend körperlich und geistig fit sein“, so Bejmowicz. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre – nach oben ist die Grenze offen. „Gerade für die Kreisligen suchen wir erfahrene und gestandene Persönlichkeiten aus der Herner und Castroper Fußballfamilie, die ihrem Lieblingssport etwas zurückgeben möchten“, sagt Hennig. Auch über eine größere Anzahl an weiblichen Unparteiischen würden sich die Verantwortlichen freuen. Bibiana Steinhaus hat es vorgemacht – Frauen stehen in der Männerdomäne Fußball und vor allem im Schiedsrichterwesen alle Türen offen. „Das zeigen auch die Beispiele unserer Top-Schiedsrichterinnen Nadine Westerhoff und Marina Wozniak, die nicht nur Spiele in der Herren Oberliga leiten, sondern auch in der Herren Regionalliga an der Linie eingesetzt werden“, zeigt sich Bejmowicz erfreut.

Der Lehrgang findet an folgenden acht Terminen statt:
Freitag – 29.09.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr

Samstag – 30.09.2017 – 10:00 bis 14:00 Uhr

Mittwoch – 04.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr

Freitag – 06.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr

Samstag – 07.10.2017 – 10:00 bis 14:00 Uhr

Mittwoch – 11.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr

Freitag – 13.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr

Samstag – 14.10.2017 – 10:00 bis 12:00 Uhr (Prüfung)

Die Anmeldung ist über das Kontaktformular auf www.schiedsrichter-herne.info bis zum 28. September 2017 möglich. Schulungsort ist die Kreisgeschäftsstelle an der Schaeferstr. 107 in Herne. Für Rückfragen steht Lehrwart David Hennig unter Tel. 0178 490 27 39 sowie per E-Mail unter david.hennig@flvw-herne.de zur Verfügung.