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97 Prozent der Familien mit Nachwuchs beantragen Elterngeld

Aktionswoche: Familienbüro informiert am Mittwoch, 7. Oktober, über Elterngeld

Ekrem Karayigit von der Elterngeldstelle, Sarah Liebig vom Familienbüro und Frank Schmidt, Abteilungsleiter im Fachbereich Kinder-Jugend-Familie. © Stadt Herne, Horst Martens. Ekrem Karayigit von der Elterngeldstelle, Sarah Liebig vom Familienbüro und Frank Schmidt, Abteilungsleiter im Fachbereich Kinder-Jugend-Familie. © Stadt Herne, Horst Martens.

Elterngeld ist in Herne gefragt wie nie. “Rund 97 Prozent der in Frage kommenden Familien nutzen diese Förderung”, sagt Frank Schmidt, als Abteilungsleiter des Fachbereich Kinder-Jugend-Familie auch zuständig für die “Elterngeldstelle”. Nun bietet der Staat auch das flexiblere “Elterngeld Plus” an – Infos dazu gibt es bei einem Elternfrühstück am Mittwoch.

Bis 2007 gab es vom Staat Erziehungsgeld, mit dem einkommensschwache Familien gefördert wurden. Beim Elterngeld ab 2007 handelt es sich für einen Ersatz fürs Gehalt – abhängig vom Einkommen. Und die Familien lassen sich diese Möglichkeit nicht entgehen: Während bei der Stadt Herne im Jahre 2008 rund 5.900.000 Euro an Elterngeld gezahlt wurden, waren es im vorigen Jahr schon gut acht Millionen, also eine Steiegerung von 36 Prozent. Die Zahl der Empfänger erhöhte sich in demselben Zeitraum von 1.325 auf 1.516 – ein sattes Plus von 14 Prozent.

Beteiligung der Väter steigt nur langsam

Das Angebot hat gut eingeschlagen. Immer mehr Mütter gehen im zweiten Lebensjahr des Kindes arbeiten oder steigen nach Elterngeldbezug wieder in ihren Beruf ein. “Leider ist die Beteiligung der Väter schwach”, gesteht Schmidt ein. 2009 waren etwa elf Prozent der Empfänger Väter, im vorigen Jahr waren es 18 Prozent. Zwar eine Steigerung, aber immer noch weit entfernt von den angestrebten 50 Prozent. “Die klassische Rollenverteilung” ist ein Grund, sagt Schmidt, “aber auch der Einkommensunterschied zwischen Männer und Frauen spielt eine Rolle. Da verzichtet lieber die Frau, weil sie weniger verdient”. Auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes beeinflusst die Entscheidung.

Familienfrühstück zum Elterngeld Plus

Elterngeld Plus gibt es ab 1. Juli 2015. Die neue Variante bietet noch mehr Flexibilität bei der Betreuung der Kinder. Eltern können beides – in Teilzeit dem Beruf nachgehen und eine staatliche Unterstützung bekommen. Der Staat zahlt nur halb so viel Geld, dafür ist der Zeitraum für die Unterstützung doppelt so lang, nämlich 24 Monate. Das städtische Familienbüro an der Hauptstraße 241 lädt zum Familienfrühstück an jedem 1. Mittwoch im Monat ein – von 10 bis 12 Uhr. Am Mittwoch, 7. Oktober, steht das Elterngeld in allen Varianten als Thema im Mittelpunkt: “Da können wir dann miteinander erarbeiten, welches die beste Variante für die Eltern ist”, sagt Sarah Liebig vom Familienbüro. Telefon: 0 23 23 / 16 – 34 81.

Beratung in der Elterngeldstelle

In der Elterngeldstelle selbst im WEZ, Hauptstraße 241, steht unter anderem Ekrem Karayigit zur Verfügung – zu den normalen städtischen Öffnungszeiten. Eine Terminvereinbarung ist sinnvoll, aber nicht Voraussetzung: montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags zudem von 13:30 bis 15:30 Uhr.