Zukunftsprojekt von Stadt und Stadtwerken Herne
Was wäre, wenn man den Energieverbrauch von Gebäuden nicht nur messen, sondern beinahe in Echtzeit analysieren und optimieren könnte? In Herne hat man genau das in Angriff genommen.
Unter dem Titel „Smart Meter“ erproben die Stadtwerke und die Stadt Herne in einem Feldversuch, wie intelligent vernetzte Technologien den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen können. 600 intelligente Zähler wurden in Schulen und öffentlichen Gebäuden installiert, um den Verbrauch von Strom, Gas und Wasser noch effizienter zu erfassen.
Über eine App lassen sich die Daten jederzeit abrufen. Das Monitoring ermöglicht es, Verbrauchsmuster zu erkennen, Einsparpotenziale aufzudecken und ganz konkret dazu beizutragen, Energie zu sparen. „Die Smart Meter schaffen eine völlig neue Transparenz“, erklärt Sven Jankowski, Projektleiter bei den Stadtwerken Herne. „So kann man auf einen Blick sehen, wo die Verbräuche steigen, und können direkt reagieren. Das ist nicht nur ein ökonomischer Gewinn, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen.“
„Mit ‚Smart Meter‘ setzen wir neue Maßstäbe im Klimaschutz“, ergänzt Uwe Zelt, IT-Prozesskoordinator bei der Stadt Herne und ergänzt: „Wir wollen nicht nur die Energieeffizienz steigern, sondern langfristig auch das Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen schärfen. Insbesondere in Schulen können wir die Zahlen zukünftig sogar direkt in die Bildungsarbeit einfließen lassen.“
Dabei setzt Herne auf moderne Zählertechnik, die in einer sicheren digitalen Umgebung arbeitet und höchsten Datenschutz gewährleistet. Dies schafft Vertrauen und ermöglicht eine zielgerichtete Energiewende, die sowohl Wirtschaftlichkeit als auch Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Schon jetzt zeigen die Ergebnisse, dass durch die Nutzung der intelligenten Messsysteme deutliche Einsparungen möglich sind.
Für die Stadtwerke und die Stadt Herne steht fest: Diese Technologie ist ein wichtiger Baustein für die klimafreundliche und lebenswerte Stadt von morgen. Mit „Smart Meter“ zeigt Herne, dass die Stadt von morgen nicht nur ein Konzept ist, sondern schon heute Realität werden kann – Schritt für Schritt, Zähler für Zähler. Bis 2032 sollen die Smart Meter dann flächendeckend in Haushalten und Unternehmen zum Einsatz kommen, so will es das 2023 vom Bund beschlossene Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende.