Cranger Kirmes 2026

Der Countdown hat begonnen

24. Juli 2026 | Freizeit
Ein Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtgrün montiert die Zahl 542 ans Cranger Tor. Foto: Stadtmarketing Herne GmbH

Auch Schlossermeister Elias Michél Costaras war bei der kleinen Zeremonie vor Ort. Sein Vater Constantin hatte viele Jahre die Zahl für das Cranger Tor angefertigt, nach seinem Tod führt sein Sohn die Handwerkskunst fort: „Das habe ich ihm versprochen. Und für mich gehört diese gut sichtbare Kennzeichnung zur Kirmes einfach dazu. Das ist gelebte Tradition.“ Tradition, weil die jeweils aktuelle Kirmeszahl in jedem Jahr kurz vor dem Kirmesauftakt am Cranger Tor an der Dorstener Straße/An der Cranger Kirche, einem der Eingänge zum Festplatz, montiert wird.

Wofür steht die Zahl 542? Das Jahr 1484, in dem die Freiheit Crange mit impliziertem Marktrecht erstmalig urkundlich erwähnt worden sei, ist das symbolische Ausgangsdatum des Volksfestes. Dies entschied im Jahr 2019 der Ältestenrat der Stadt Herne. Vorausgegangen war eine Diskussion über die Zählweise, denn diese ging auf das Jahr 1935 zurück. Damals wollten die Nationalsozialisten die nach ihrer Zählweise 500. Cranger Kirmes feiern, als Massenveranstaltung ohne jegliche historische Grundlage. Diese wurde dann auf das Jahr 1484 gelegt – der neue Ankerpunkt für die Cranger Kirmes.

Schlossermeister Elias Michél Costaras hatte die Zahlen angefertigt und auf die Tafeln geschraubt. Zweimal – für die Vorder- und Rückseite des frisch sanierten Cranger Tores. Foto: Stadtmarketing Herne GmbH

Das Cranger Tor wurde in diesem Jahr saniert

Nach der Kirmes im vergangenen Jahr hatte die Bezirksvertretung Wanne den Beschluss gefasst, dass die Stadtverwaltung das Cranger Tor sanieren lässt. „Zunächst wurde das Tor bis auf die Grundschicht sandgestrahlt. Dabei traten Beschädigungen zu Tage, sodass mit einer Schleifmaschine und schließlich in Handarbeit mit Schleifpapier weitergearbeitet wurde“, erklärte Eduard Belker, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung, im Mai bei der Vorstellung des sanierten Tores. Abschließend folgte die neue Lackierung mit einer Spezialfarbe, die das Tor in den nächsten 20 Jahren vor Witterungseinflüssen schützen soll. Alle Details, die das beliebte Wahrzeichen ausmachen, sind erhalten geblieben, die Patina an den Kunstschmiedearbeiten sei „normal und so gewollt“, so Eduard Belker.

 

Text: Stadtmarketing Herne GmbH