Südländisches Flair auf der Hauptstraße: Wanne verwandelte sich in eine Tanzfläche für Tango
Ein lauer Sommerabend, leidenschaftliche Musik und glückliche Gesichter: Die Hauptstraße in Wanne verwandelte sich am Freitag, 4. September 2026, in eine Tanzfläche unter freiem Himmel. Trotz anfänglicher Regenschauer zog die offene Tanzveranstaltung „Tango Wannentino“ zahlreiche Bürger*innen und Tanzbegeisterte an. Die Veranstaltung fand als Vorlauf für die Manifesta+ statt, die am 18. und 19. September 2026 die Wanner Innenstadt kulturell bereichern wird.
Die Manifesta+ macht es möglich: „Tango Wannentino“ hieß es in der Wanner Innenstadt. Foto: Arne Pöhnert/Stadt Herne
Als um 19 Uhr die ersten Tangoklänge über den Platz vor der Christuskirche wehten, war der frisch ausgelegte Tanzboden aus Vinyl noch nass vom Regen. Doch das Wetter klarte zum Glück rechtzeitig auf. Zunächst startete die Runde gemütlich: Eine Wanner Bürgerin und ein junges Paar, das die ersten Schritte lernen wollte, wagten sich als Erste auf die Tanzfläche. Uwe von Lipinski vom Verein „Tango Argentino Herne“, der Veranstalter des Tanzabends war, übernahm gerne die Rolle des Tanzlehrers und zeigte den Neulingen die eleganten Grundschritte des südamerikanischen Tanzes.
Schon bald füllte sich der Platz: Ein älteres Ehepaar aus Röhlinghausen, ein Tanzpaar aus der Nachbarstadt Gelsenkirchen und eine Mitarbeiterin der Stadt Herne mit ihrem Partner aus Datteln nutzten die Tanzfläche sowie zahlreiche Mitglieder und Freunde des ausrichtenden Tangovereins. Insgesamt rund 20 Tänzer*innen drehten sich im Rhythmus der Musik. Viele Passanten blieben stehen, schauten begeistert zu und hielten die Stimmung in kurzen Videos mit ihren Handys fest.
Es folgte der Höhepunkt des Abends: Das Tanzpaar Paloma und Witolf legte eine kleine, dreiteilige Tangoshow aufs Parkett. Sie bewiesen auf beeindruckende Weise, dass echter Tango keine perfekten Bedingungen, sondern vor allem Leidenschaft braucht. Im Anschluss tanzten beim Sonnenuntergang erfahrene Profis und Anfänger*innen Seite an Seite. Dabei traf südamerikanisches Temperament auf echtes Heimatgefühl. Mehrfach erklang das legendäre Lied „Der Mond von Wanne-Eickel“ – übrigens ein Tango-Rhythmus, bei dem das Publikum auch kräftig mitsang.





